Love Your Living

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Tun – die Macht des Lächelns

Als Jugendliche erhielt ich ein Geschenk. Ein kleines, selbstgebasteltes Büchlein.  Auf jeder Seite stand handschriftlich und liebevolle, inspirierende Sätze zum Thema “Lächeln”. Als ich es vor kurzem wieder fand stellte ich mit Erstaunen fest, dass genau dieses  von Herzen kommende Lächeln einen Zauber in mein Leben brachte. Es ermöglichte wundervolle Begegnungen und Erlebnisse.

Photo von E. Kartushina auf unsplash

Die Macht des Lächelns

  • Es ist ein Ausdruck des Wohlwollens und der Freude über eine Begegnung mit einem anderen Menschen. Auch wenn es flüchtig ist. Die Sonne geht auf.
  • Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafür, dass Du oder der andere Dein Lächeln erwidert. Lachen ist ansteckend. Man fühlt sich miteinander verbunden, obwohl man sich nicht kennt.
  • Lachen entspannt Deine Gesichtsmuskulatur und unangenehme Gedanken verschwinden. Kannst Du verärgert sein oder drüben Gedanken nachhängen, wenn Du lächelst?  Mit einem Lächeln kannst Du loslassen und wohlwollend aktzeptieren, was Du vielleicht sowieso gerade nicht ändern kannst.
  • Wenn Du lächelst schüttet Dein Gehirn Glückshormone aus.
  • Überraschtes und freundliches Lachen entstresst – Dich selbst und andere. Man nimmt sich oder die Situation nicht mehr so wichtig wie vorher.

Alles gute Gründe, es einfach mal auszuprobieren. Ich kann es nur empfehlen.

Auf einer Seite in diesem Büchlein steht:

” Lächle

  • dem Verlassenen zu,
  • dem Schüchternen,
  • dem Betrübten,
  • dem Kranken,
  • dem Jugendlichen,
  • dem Reifen und Betagten,
  • deinen Lieben und Freunden

so daß jederman sich freue und selbst froh werde durch deine ansteckende Fröhlichkeit!”

Klug gesagt – Persönlichkeitsentwicklung

„Werde, der du bist“ (Pindar)

” Du kannst die Augen davor verschließen, was Du nicht sehen willst. Aber Du kannst nicht Dein Herz davor verschließen, was Du nicht fühlen willst.” (unbekannt) …begegne daher Deinen Gefühlen mit Aufmerksamkeit und Kompetenz und verdränge sie nicht. (daily calm app)

Wegbegleiter

“Wegbegleiter” sind Organisationen oder Personen, die Dich in Deinem Leben weiterbringen könnten. Ich möchte in diesem Teil des Blogs Anregungen dazu geben.

Photo von Kevin Gent

Achtsamkeit üben mit Calm

Gäbe es diese App noch nicht  – ich hätte sie erfunden.

Calm ist eine App, die Dir helfen kann Dein Leben achtsamer und dadurch gesünder, freier und glücklicher zu leben. Love your living. Veränderungen brauchen nicht nur das Erkennen des Notwendigen, sondern auch regelmäßiges Üben. Ähnlich eines Sporttrainings. Diese App hat das Potential für Dich zum täglichen Wegbegleiter zu werden. 15 Min ganz für Dich alleine – Morgens, Abends oder immer wenn Du Dich zurückziehen kannst.

Zur Calm Webseite

In einem Lufthansa-Magazin wurde dieses Program vorgestellt und ich wurde neugierig. Nachdem ich die App 7 Tage kostenlos ausprobiert hatte, eine Kollegin sie schon seit mehr als 6 Monaten nutzt und immer noch toll findet, habe ich mir ein Jahresabo gekauft. Ich bin begeistert. Nach über 2 Monaten eigener Erfahrung liebe ich sie immer noch und kann sie weiterempfehlen. Am besten finde ich die täglichen Übungen (Daily Calm). Von einer sanften Stimme werde ich an Vieles wieder erinnert oder ich lasse mich neu inspirieren. Alle Übungen helfen mir konzentrierter, aufmerksamer und achtsamer zu werden. Sie unterstützen mich beim Meditieren, helfen mir mehr Mitgefühl für mich selbst oder anderen zu entwickeln, in mir mehr Gelassenheit und Dankbarkeit entstehen zu lassen und vieles mehr. Kurz – sie erhöht meine Selbstwahrnehmung und mein Wohlbefinden.

Was wird Dir geboten

Meditationen: Es gibt tägliche, abwechslungsreiche Übungen mit unterschiedlichem Fokus. Es stehen Dir 7-Tage-Meditationsserien zur Verfügung z.B. Angsterleichterung, Zufriedenheit oder Stressmanagement. Sie können Dir helfen Schritt für Schritt besser zu verstehen und zu üben. Du kannst offene und zeitgesteuerte Meditationen nutzen, wenn Du nur Deinem Geist und Körper zuhören möchtest.

Musik: Du kannst Dich in verschiedene Klangwelten begeben, kürzere und längere stehen zur Verfügung – je nach Bedarf.

Schlaf: Du kannst Deinen Schlaf verbessern. Schlafgeschichten werden Dir helfen Dich sanft in den Schlaf gleiten zu lassen. Auch zu diesem Thema gibt es ein 7-Tage-Programm.

Atem: Wir atmen häufig zu kurz und sehr flach. Auch dies hat eine Auswirkung auf Dein Wohlbefinden. Mit diesem kleinen Programm kannst Du üben.

Allgemein: Grundsätzlich ist das Program einfach und intuitiv zu bedienen. Es motiviert zum Weitermachen und Dranbleiben. Unter “Mehr” und “Profil” kannst Du Deine Historie und Deinen Fortschritt verfolgen. Flexible Einstellungen sind möglich. Unter “Mehr” und “Stimmungsbilder” kannst Du neue Bilder auswählen und die Hintergrundlautstärke flexible einstellen (auch während des Abspielens). Probiere am besten zunächst die kostenlose Testversion.

Warum ich begeistert bin

Die App ist übersichtlich gestaltet und gut zu bedienen. Es erlaubt mir unabhängig von Kursen regelmässig zu üben. Diese App spricht meine Sinne an –  das Auge mit schönen Bildern und das Ohr mit einer angenehmen Sprechstimme und unaufdringlichen Naturgeräuschen. Immer wieder werden Themen neu beleuchtet und durch inspirierende Zitate von ganz unterschiedlichen bekannten Persöhnlichkeiten vertieft.

Es gibt die Möglichkeit Übungen herunterzuladen, damit Sie offline zur Verfügung stehen (siehe Einstellungen und Downloads). Du kannst Lieblingsmeditationen markieren (Herzsymbol) oder Deine Historie durchsuchen, um Meditationen zu wiederholen. Du bist frei und unabhängig, wann und wie Du Deine Übungen machst, bekommst aber gleichzeitig jeden Tag Vorschläge, denen Du folgen kannst. Dies stellt Abwechslung sicher, die mich motiviert weiterzumachen.

Noch ist nicht alles in deutscher Sprache oder als Übersetzung verfügbar. Sobald Du die Spracheinstellung auf Englisch umstellst, stehen Dir weitere Programme zur Verfügung. Unter dem Bereich “Mehr (More)” gibt es z.B. Calm Body mit kurzen Videos, die Körperübungen vorstellen oder unter Calm Masterclass tolle Vorträge von Gastrednern. Es werden verschiedene Themen wie zum Beispiel Dankbarkeit (Gratitude), Achtsames Essen (Mindful Eating) oder die 4 Säulen der Gesundheit (The 4 Pillars of Health)  eindrucksvoll und interessant präsentiert.

Die App verbessert sich regelmässig, die ca 60 $ (ca 52 €) Jahresgebühr sind meiner Meinung nach bestens investiert. Es gibt auch andere Programme wie z.B. 7Mind oder Headspace. Es ist wichtig, dass das Programm Dich anspricht, Du daran Freude hast und beginnst für einen längeren Zeitraum zu üben. Bei mir trifft es zu.

 

Wie stehts mit Deinem emotionalen Bankkonto?

Willst Du be-reich-ert sein? Und wie steht’s mit dem Gleichgewicht von Nehmen und Geben? Es erzeugt Gefühle der Zusammengehörigkeit, der Wertschätzung und Wohlwollens, der Dankbarkeit und des Vertrauens.

Photo von rawpixel

 

Vielleicht hast Du schon von dem Begriff “Emotionales Bankkonto”gehört? Ich kann einzahlen und davon abheben. Sobald Du jedoch denkst, Du gibst nur und Du erhälst nichts zurück, kann es schwierig werden. Etwas gerät aus der Balance, in eine Schieflage, und es kommt zu inneren Konflikten, die sich auch im Aussen zeigen können. Gedanken werden zu Handlungen. Siehe auch Der Mensch als Baum

Vielleicht ist es aber auch nur in Deinen Gedanken so? Oft ist der Person, der Deiner Meinung nach ständig nur nimmt, gar nicht bewusst, dass es für Dich so ist. Also sprich es an. Wie Du das am Wirkungsvollsten tun kannst, findest Du hier: Sprechen in Konfliktsituationen

Ein Beispiel, dass mich lange selbst beschäftigte, waren Straßen-Bettler in Deutschland. Ich kenne die Personen nicht – ich will sie oft auch gar nicht kennenlernen. Manchmal hinterlassen sie bei mir ein unangenehmes Gefühl. Ich sehe nur das Nehmen, die scheinbare Erniedrigung, und schaue weg. Warum eigentlich? Ich habe erkannt, dass es bei mir an 3 Punkten liegt. Mein Bedürfnis nach Leistung und Unabhängigkeit sowie mein Bedürfnis nach einem ausgeglichenen Geben und Nehmen. Ich kenne nicht alle Fakten, die diesen Menschen dazu bewegen zu betteln. Es besteht keine Beziehung zu ihm.

Photo von Matt Collamer

Photo von Matt Collamer

Von Zeit zu Zeit gehe ich daher nicht einfach so vorbei, sondern wende mich der Person zu. Ich suche Blickkontakt. Gelingt es mir nicht oder bemerke ich, dass es scheinbar nur ums Geld geht, wende ich mich ab. Nehmen sie mich als Mensch mit meinen Bedürfnissen wahr, wenn Sie aufdringlich werden? Ich bin nicht naiv zu glauben, dass es Menschen in Deutschland nicht auch schlecht gehen kann. Ich frage mich jedoch immer, ob es einer Person bei uns so schlecht geht, dass sie mit den Knien am Boden und dem Blick gesenkt stundenlang mit einem Becher und Zettel dasitzen muss? Geht es hier einfach nur darum ein Schuldgefühl zu erzeugen, um Geld zu erhalten? Ich habe mir vorgenommen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich, mit dem Blick auf Sie gerichtet, vorbei gehe.

” Ich möchte mir Essen kaufen”  Würde die Person von mir Essen annehmen? Vielleicht – es käme auf einen Versuch an.

Ich habe für mich beschlossen Organisationen oder Personen, die gemeinnützig tätig sind und das Leben von Anderen bereichern oder besser machen können regelmässig einen Betrag zu spenden. Die Themen reichen von Integrationsarbeit und Völkerverständigung, Bildung, bei akuten Katastrophen bis hin zum Kranken- und Pflegebereich. Und Bettlern? Ihnen begegne ich wohlwollend.

Hilfe annehmen

Geben ist manchmal einfacher als nehmen. Nach Hilfe fragen? Ich komme oft gar nicht auf die Idee. “Ich kann das alleine..da muss ich durch.”  Unabhängigkeit. Annehmen könnten unangenehme Gefühle wie in der Schuld des Anderen stehen, Abhängigkeit und Schwäche erzeugen. Ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, dass das Um-Hilfe-Bitten keine Schwäche sondern durchaus eine Stärke ist. Es braucht das Überwinden und den Mut seine Schwäche zu zeigen. Es verbindet Menschen miteinander und ermöglicht Anderen mich besser kennen zu lernen. Wie gesagt – die Balance ist wichtig.  Ich habe damit angefangen einfach Andere um Hilfe zu bitten, wenn ich welche brauche.

Photo von rawpixel

Geben als Machtspiel

Du kannst überlegen warum Du gibst und wie es Dir dabei geht. Hier einige Denkanstöße, die die Sicht darauf verändern könnte.

  • Hat es etwas mit Abhängigkeiten schaffen zu tun, dass Du immer gibst?
  • Wie geht es dem Anderen damit? Wird er dadurch vielleicht Unselbstständiger? Hilft es der Person dadurch wirklich weiter?
  • Hat es etwas mit Kontrolle über das Leben des Anderen zu tun?
  • Ist der Antrieb vielleicht eine Sucht und der Wunsch nach Dankbarkeit vom Anderen?
  • Besteht der Wunsch als guter und großzügiger Mensch zu gelten und dafür Anerkennung zu erhalten?
  • Steht das materielle Geben im Vordergrund?  Was gibt es da noch, was dem Anderen mehr bedeuten könnte?
  • Braucht der Andere wirklich Deine Hilfe?

 

 

Tun – Erste Hilfe – Emotion

Phot von Katarzyna Kos auf unsplash

Photo von Katarzyna Kos

Emotionales Leiden. Starke unangenehme Gefühle haben Ihre Ursache in Erlebtem (Deine Erfahrungen), wenn für Dich wichtige Werte verletzt bzw. Bedürfnisse nicht erfüllt wurden oder werden. Es entstehen bestimmte Verhaltensmuster, die sich verändern lassen. Scrolle nach unten und erfahre, je nach Emotion, was Du schnell für Dich tun kannst. Du findest Tipps was Du danach tun kannst. Das Ziel ist Dich selbst oder andere nicht zu “verletzten”.

Wut, Zorn

Nimm Dir Zeit, Du brauchst gerade mehr Zeit. Tue alles was Deine Aufmerksamkeit weg vom der Ursache dieses Gefühls bringt. Übergehe das Gefühl jedoch nicht, nimm es ernst, es gehört zu Dir und erforsche die Ursachen. Hier ist die Gefahr am höchsten Dich selbst oder andere zu verletzen. Oft ist es ein Ohnmachtsgefühl, das Dich wütend macht. Aber stimmt das denn? Bist Du wirklich hilflos und ohne Macht?

Photo von Gabriel Matula auf unsplash

Photo von Gabriel Matula auf unsplash

Direkt beim Ereignis

  • Sag Dir innerlich “ich kümmere mich später darum”. Geh aus der Situation und sage “Ich kann gerade nicht mehr…” oder “Lass uns später den Punkt klären..”.

Später

  • Reagiere Dich körperlich ab, damit Du den Überschuss an Adrenalin und Engerie los wirst. Zuviel davon kann im Körper zerstörerisch wirken. Mache Sport oder bewege Dich (Laufen, Kraftsport, Boxen, Yoga, Radfahren, Schwimmen. Qi-Gong,  etc)
  • Gehe an einen Ort der Dir gut tut, an dem Du Dich wohl fühlst. Hier kannst Du Dich beruhigen. Schreie Deine Wut hinaus und dann gehe achtsam, und spüre jeden Schritt, “erde” Dich, Du bist gerade “in die Luft gegangen”.
  • Meditiere. Es kann Dir helfen zu beginnen anders zu reagieren. Dein Geist beruhigt sich schneller. Du erkennst immer mehr, dass Du eine Wahl hast: Bleibe ich wütend und drücke es aus oder erforsche ich die dahinterliegende Ursachen zu erkennen, die ich ändern könnte. Wie geht meditieren?
  • Schreibe  direkt auf, was genau passiert ist, was Dich wütend gemacht hat und was Du Dir wünscht. Später kannst Du es weiter nutzen Deine Gedanken und die Ursachen zu erkennen.  Du kannst dazu die Technik von “The Work” benutzen, siehe unter Erforsche Deinen Geist
  • Schreib in einem Brief an die Person und drücke deine ganze Wut aus, schlaf drüber, bevor Du Ihn abschickst – wenn Du Ihn überhaupt abschickst. Verbrenne ihn.
  • Spreche mit einem guten Gesprächspartner darüber, überlege wer es sein könnte. Eine gute Freundin/ein guter Freund, ein Therapeut etc., siehe auch  Wer ist ein guter Gesprächspartner

Ärger

Bedenke den Kraftaufwand: 1  Stunde Ärgern = 8 Stunden Arbeit. Egal, ob Du Dich über Dich selbst oder über andere ärgerst.

Photo von Marco Jimenez

Photo von Marco Jimenez

Direkt beim Ereignis

  • Betrachte die Person genauer, die den Ärger auslöst. Schau ihr in die Augen und erkenne den Menschen, der – wie Du selbst – leidet, Bedürfnisse und Wünsche hat.
  • Während des Autofahrens, versuche die Person/die Insassen, und nicht nur das Auto und den “Angriff” auf Dich, wahrzunehmen.
  • Wenn Du warten mußt und Dich deshalb ärgerst, nutze die Zeit des Wartens, um z.B. auf Deinen Atem zu achten und entspanne dabei angespannte Stellen in Deinem Körper. Spreche die Person an, und erkläre Ihr dass Du unter Zeitdruck stehst und es sehr eilig hast. Frage Sie, ob es ok wäre wenn Du kurz vor kannst oder biete Hilfe an, damit es schneller geht.
  • Ärgerst Du Dich über Dich selbst, sage zu Dir oder anderen “Ich bin sauer, weil ich sehe dass..” Es ist ok, dass ich mich ärgere und es vor der Person auch sage, solange ich mich später darum kümmere, um an die wirklich Ursache zu gelangen.

Später

  • Wenn Du oft ärgerlich bist, weil etwas nicht voran geht, frage Dich was Dich ständig so in Eile versetzt und andere verurteilen läßt. Verändere etwas z.B. mehr Zeit einplanen, weniger Dinge gleichzeitig tun etc.
  • Erforsche und erkenne, welches Bedürfnis von Dir ständig verletzt wird. Es ist ein wichtiger Schritt, um etwas aus- bzw. anzusprechen damit es sich ändern kann. Du kannst die Technik von “The Work” einsetzen. Siehe Erforsche Deinen Geist
  • Zieh Dich zurück und führe ein imaginäres Gespräch. Versetzte Dich in Dein Gegenüber und nimm, auch physisch, im Wechsel seinen Platz ein. Siehe auch Sprechen in Konfliktsituationen
  • Bist Du gesund? Ist Dein Hormonhaushalt ausgeglichen (z.B. Schilddrüse, Östrogen, Gestagen- oder Progesteronmangel) und Du hast starke Stimmungsschankungen bis hin zur Depression? Lass Dein Blut untersuchen.

Verzweiflung

Gabiele matula Verzweiflung

Photo von G. Matula auf unsplash

Direkt beim Ereignis

Atme mehrmals bewusst ein und aus und konzentriere Dich auf Deinen Atem. “Erde” Dich. Sage Dir, dass Du Zeit hast und Dir die Zeit geben wirst etwas zu verändern. Vertraue dem Prozess und erlaube Dir und anderen etwas im eigenen Tempo und eigene Weise zu tun, etwas zu lernen oder Erfahrungen zu sammeln.

Später

Finde heraus was Dich zur Verzweiflung bringt. Erforsche Deinen Geist (the work)

Rastlos und unruhig

Du weisst nicht mehr, wo Dir Dein Kopf steht. Du schaffst es nicht zur Ruhe zu kommen und bist total aufgedreht.

Photo von Adrian Swancar

Direkt beim Ereignis

Atme mehrfach tief ein und aus.  Gehe mit Deiner Aufmerksamkeit zu Deinen Atem und folge Deinem natürlichen Atemrhythmus. Beobachte ihn. Wie fliesst er genau ein und aus? Bemerkst Du die kleinen Pausen zwischen dem Ein- und Ausatmen? Sei neugierig. Geh in Deinen Körper und finde heraus, wo Du vielleicht eine Anspannung spürst. Beim nächsten Ausatmen lasse diese Anspannung los.

 

Später

Dein Geist ist sehr beschäftigt und unruhig. Grundsätzlich mag er es beschäftigt zu sein – manchmal ist er allerdings überlastet und braucht Ruhe. Ausruhen, um wieder frisch und kreativ zu sein. Versuche herauszufinden, warum er so unruhig ist.

Hast Du vielleicht zuviel zu tun? Dann mach Dir eine Liste, priorisiere was Du tun willst und streiche Dinge oder lege sie in die Zukunft.

Hast Du vielleicht zu viele Ablenkungen? Stell das Telefon, den Computer oder den Fernseher aus und gehe in die Stille. Mach einen langen Spaziergang und sei im hier und jetzt.

Bewege Dich, geh radfahren, joggen, schwimmen oder mach Yoga. Alles was mit Bewegung zu tun hat tut Dir vielleicht gerade sehr gut und erlaubt Deinem Geist eine Pause zu machen.

 

Angst

Nimm Dir Zeit und vertränge Deine Angst nicht. Sie will Dich vor etwas schützen, vor etwas Realem, aber auch oft vor etwas, das gar nicht existiert.

Photo von Jeremy Yap

Direkt beim Ereignis

Atme mehrmals tief ein und wieder langsam aus. Die übliche Körperreaktion bei Angst ist ein Luftanhalten. Weniger Sauerstoff im Gehirn lasst Dich gut rennen, allerdings verhindert es klares Denken. Zieh Dich zurück, geh aus der Situation. Lauf erst einmal davon, falls das Atmen nicht helfen sollte.

Später

  • Erforsche die Ursachen und gib Dir Mitgefühl. Es ist ok. Stelle Dir Fragen.
    • Kommt es Dir bekannt vor? Kennst Du ähnliche Situationen in Deinem bisherigen Leben, die Dir oft Angst machen und welche sind es? Wann war es das erste Mal? Fühle das Gefühl, bleib ganz im Gefühl, bis es sich auflöst.
    • Bist Du vielleicht überfordert? Wenn ja, wer oder was könnte Dir helfen?
    • Füllst Du Dich in Dein Körper frisch und vital, fühlst Du Dich stark? Wenn nicht, achte auf dass was und wieviel Du ißt.
    • Achte gut darauf, was Du im Internet, im Fernsehn oder durch Bücher “konsumierst”. Tut es Dir gut? Wenn nicht: höre einfach auf damit. Achte auf genügend gesunden Schlaf- gemütlich in Deinem Bett und z.B. nicht vor dem Fernseher, der Dich weiter berieselt.
  • Geh ins Tun, fang einfach an. Teile, dass was Du tun willst in kleinere Schritten und die Angst verschwinden. Hol Dir Hilfe bei jemandem, der sich damit auskennt.
  • Stärke Dich durch “Power Poses”: Stehe und gehe aufrecht – strecke Dich und mach Dich “gross”. Stell Dich z.B. morgens vor den Spiegel, breite Deine Arme langsam  aus und sage während dessen: “Ich nehme meinen Raum ein”.
  • Bist Du gesund? Ist Dein Hormonhaushalt ausgeglichen (z.B. Schilddrüse, Östrogen, Gestagen- oder Progesteronmangel) und Du hast starke Stimmungsschankungen bis hin zur Depression? Lass Dein Blut untersuchen.

Verletzt sein

Durch Worte oder Handlungen bist Du als Mensch verletzt worden. Es macht Dich sprach- und hilflos.

Direkt beim Ereignis

Gewinne Zeit oder drücke Deine Verletztheit direkt aus. Was sind wirklich Gefühle

Später

Ziehe Dich an einen Platz zurück, wo Du ungestört sein kannst und erforsche die Ursachen.

Gebe Dir selbst Mitgefühl. Du bist in einer schweren Situation. Nimm diesen Fakt zunächst einmal wahr und an. Spüre wo die Verletztheit im Körper “sitzt”. Vielleicht sitzt sie im Hals, in der Brust, vielleicht auch im Bauch. Lass es zu und spüre Sie. Und wenn Du weinen kannst, lass es zu, weine. Es wird Deine Seele “reinigen”.

Zeige dem anderen Grenzen. Siehe auch Sprechen in Konfliktsituationen

Hole Dir Hilfe von anderen. Wer könnte Dir helfen? Tausche Dich aus.

Schuld- bzw. Schamgefühle

Sich schuldig fühlen kann zu Wut und damit Angriff oder Rückzug führen. Es enstehen Konflikte, die nicht gelöst werden, wenn man es nicht für sich klärt – gleich oder später.

In der Situation

Erkenne, ob es wahr ist und wirklich stimmt, dass ich Verantwortung für etwas übernehmen sollte.  Oft ist es auch eine Erlebnis in der Vergangenheit, dass das Gefühl verursacht. Ziehe Dich zurück und kläre es später – zunächst mit Dir und dann mit der anderen Person.

Später

Ist es wirklich wahr, dass ich Schuld auf mich geladen habe? “The workkann bei der Beantwortung helfen.

Ist es vielleicht ein Machtspiel des Anderen? Welchen Anteil hat der Andere an meinem Schuldgefühl?

Was sind die Ursachen für mein Gefühl, wann habe ich mich ähnlich gefühlt und warum?

Vergebung – vergebe Dir und dem Anderen. Sprich es an, wenn Du verstanden hast, was passiert ist. Du kannst das Gespräch mit Dir oder einem guten Freund/Freundin üben oder mit Dir alleine, in dem Du beide Positionen durch spielst. Siehe auch ein Ritual das Du selbst im Stillen tun kannst:  Stilles Vergeben

Traurigkeit

Verdränge die Traurigkeit nicht, sie will gelebt und erlebt werden.

Photo von Giulia Bertelli

Direkt beim Ereignis

Fühle die Traurigkeit- wo genau ist sie im Körper zu spüren. Lasse sie zu und gehe in das Gefühl- atme tief ein und langsam aus. Du brauchst Trost und Mitgefühl, dass Du Dir auch selbst geben kannst. Sage zu Dir selbst: ich kümmere mich heute Abend darum.

Direkte erste Hilfe: Trickse Deinen Körper aus, und kurble Deine Endorphin-Produktion an. Wie: Zieh Dich zurück und lächle – ganz ohne Grund. Es mag sein, dass es sich am Anfang seltsam künstlich anfühlt, nach einer Weile (60 Sekunden) geht es Dir jedoch schon etwas besser. Ein weiteres Mittel, das direkt helfen kann, ist sich der Menschen und Dinge bewusst zu werden, die Du hast und die Dich glücklich machen und für die Du dankbar bist. Dankbarkeit für die warme Wohnung, das gesunde Essen und all die Menschen, die Dir das Leben erleichtern oder bereichern.

Später

  • Zieh Dich an einen schönen Platz zurück, der Dir gut tut und Dich beruhigt. Spüre die Erde unter Deinen Füßen.
  • Gib Dir selbst Mitgefühl und Verständnis für die Situation. Lege Deine Hand auf Dein Herz. Weine. Sage zu Dir selbst “Ja – es ist traurig, dass..”.
  • Praktiziere Ho’oponopono. Klopfe auf Deine Thymusdrüse und sprich mehrmals: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe Dich. Danke. Tu es solange bis es Dir besser geht.
  • Wenn Du sehr häufig traurig bist frage Dich: Bist Du gesund? Ist Dein Hormonhaushalt ausgeglichen (z.B. Schilddrüse, Östrogen, Gestagen- oder Progesteronmangel) und Du hast starke Stimmungsschankungen bis hin zur Depression? Lass Dein Blut untersuchen.

Sich ausgegrenzt fühlen

Du fühlst Dich einsam. Vielleicht ausgegrenzt? Es macht Dich verletztlich und  sehr, sehr traurig.

Direkt beim Ereignis

Durchatmen und darauf achten was genau passiert. Das Verhalten des Anderen, das eigene Verhalten.  Was wird gesagt. Es soll später beschrieben und erforscht werden.

Später

Erforsche die Ursachen Deines Gefühls. Versetzte Dich zurück in die Situation. Betrachte wie Dein Gesichtsausdruck in der Situation ist. Erinnere Dich an das Gesagte und nicht Gesagte. Was fühlst Du und wo sitzt das Gefühl. Spüre.

  • Schreibe die Situation auf. Dann bearbeite das Geschriebene mit der Methode  The Work.
  • Gibt es vielleicht ein Machtspiel, ein Machtgefälle? Versucht jemand Dich zu manipulieren, indem er Dich und Dein Selbstbewusstsein angreift und Dich klein machen möchte?  Wenn ja, erkenne es, suche Dir Menschen, die Dich stärken und löse Dich von dieser manipulativen Person.
  • Wenn Du  Dich einsam fühlst, kannst Du Dir bewusst machen, das Du mit allem Verbunden bist. Du bist ein Teil davon – immer. Stell Dir z.B. vor was und wer alles daran beteiligt war Deine Tasse Kaffee herzustellen. Die Biene oder der Wind, der die Blüten bestäubt hat, die Sonne und der Regen, der die Kaffeebohne hat wachsen lassen. Sogar der Wurm, der den Boden lockerte. Der Bauer, der die Bohne geerntet hat, die Arbeiter in der Rösterreich und der Verpackung, der Spediteur, die Supermarktangestellten, die Dir den Kaffee verkauften, bis hin zu dem Moment, in dem Du genussvoll Deinen Kaffee trinkst. Mache Dir klar, dass Du nicht alleine bist. Das geht auch anderen so.

Nicht-bei-Sich-sein

Wenn Du nicht richtig traurig, aber auch nicht richtig glücklich bist. Wenn Du nicht wirklich im Einklang mit Dir zufrieden den Tag erlebst und nicht bei Dir bist, kannst Du folgende Dinge für Dich tun.

Photo von Oskar Keys

Photo von Oskar Keys

Direkt beim Ereignis

Erkenne und bemerke, wie es Dir geht und verspreche Dir, dass Du Dich später darum kümmern wirst. Dieses seltsame Gefühl tritt nicht plötzlich nach einem Ereignis auf, sondern ist eine Grundstimmung, die längere Zeit anhalten kann und Deine Aufmerksamkeit braucht.

Später

Du bist von Dir abgetrennt und “blind”. Mache Dinge, die Dich Deinen Körper wieder spüren lassen.

  • Geh duschen. Im Wechsel, mal kalt, mal warm und zum Herzen hin. Mache eine Kneipp Anwendung daraus.
  • Bewege Dich, geh in den Wald, in den Park. Erde Dich und spüre den Boden unter Deinen Fuessen. Leite diese Energie aus Deinem Körper.
  • Räume Dein Zimmer, Deine Wohnung oder Teile Deines Hauses auf. Ausmisten im Äusseren hebt die Stimmung und bringt Klarheit – auch im Innern. Ausserdem bringt es Dich in Bewegung. Danach kannst Du ein hochwertiges Duftöl (z.B.Orange, Zitrone, Manderine) einsetzten.
  • Praktiziere Ho’oponopono. Klopfe auf Deine Thymusdrüse und sprich mehrmals: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe Dich. Danke. Tu es solange bis es Dir besser geht.
  • Meditiere – wähle eine geführte Meditation mit einem Thema, das zu Deiner momentanen Stimmung passt.

 

 

 

Was ist Emphatie?

“Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe…” (Wikipedia, 30.6.2018)

Für mich ist diese Definition nicht umfassend genug. Die Selbst-Empathie wird ausgelassen. Die Fähigkeit sich selbst wert-zu-schätzen und zu sich selbst  “freundlich” zu sein. Ich sollte mich nicht nur um den Anderen kümmern, sondern zunächst mir selbst gegenüber diese Fähigkeit besitzen. Achte gut auf Dich, den Du bist der einzige Mensch, der alles von Dir weiß und mit dem Du ein ganzes Leben verbringst.

Gabriel Matula Unsplash

Körper – Gesund-Erhalten

Functional Medicine

Der Arzt der Zukunft wird keine Medizin geben, sondern seine Patienten für die Pflege des menschlichen Körpers, für die Ernährung und für die Ursachen und Prävention von Krankheiten interessieren. ” Thomas A. Edison

Wenn Du die Schulmedizin schätzt, aber nicht weiter kommst, habe ich eine Möglichkeit gefunden.

In Zusammenarbeit mit einem Coach und Deinen Ärzten gehst Du den Ursachen von Symptomen und Krankheiten auf den Grund. Functional Medicine bietet den Rahmen, um ganzheitlich und strukturiert Hinweisen des Körpers nachzugehen, die leicht übersehen werden. So können ganz gezielte, individuelle Programme zur Heilung zusammengestellt werden. Bereits kleine Veränderungen Deiner Lebensgewohnheiten haben das Potential überraschend große Wirkungen zu erzielen.

Kommen Dir folgende Symptome bekannt vor?

  • Häufige Müdigkeit und Erschöpfung?
  • Gedanken drehen sich im Kreis, man steht wie neben sich (brain fog)?
  • Unerklärliche Gewichtszunahme oder das Gewicht will einfach nicht sinken?
  • Schmerzen wie z.B. Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne etc.?
  • Verdauungsprobleme wie Krämpfe, Blähbauch, Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen?
  • Allergien und Asthma?
  • Hautprobleme, wie z.B. Ekzem oder Akne?
  • Depressionen oder Ängste?
  • Diabetes Type 2?
  • Autoimmunerkrankungen?

Ich kann Diana Siepmann empfehlen. Sie arbeitet mit dieser Methode online und kann Dir, egal wo Du wohnst, auf Dich individuelle Schritte aufzeigen und Dich auf Deinem Weg zu einem gesünderen Leben ein Stück begleiten. Ursprünglich startete sie mit frauenspezifischen Themen, Ihr Spektrum geht jedoch darüber hinaus. Du kannst mit Ihr leicht über Telefon, Facebook oder Skype arbeiten. Sie spricht fließend Deutsch (Muttersprache) und Englisch. Mehr Informationen sowie Kundenerfahrungen findest Du unter www.dianasiepmann.com.

 

Geist – Fakten erhalten – DLF

Radiosender Deutschlandfunk (DLF)

Wenn ich keine Stille oder Musik hören möchte, sondern Informationen und Fakten erhalten will, schalte ich diesen Sender ein. Ideal, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahre.

Warum ich das mache? Wissen hilft. Die „Standardmedien“ wiederholen oft gleiche oder ähnliche Themen. Über DLF herhalte ich tiefer gehende Informationen. Hören statt lesen. Gut recherchiert, sachlich und ausgewogen. Die Themen reichen von Politik, Wirtschaft, Wissen, Europa bis Gesellschaft oder Sport und sind eine Bereicherung für mich. Manchmal bleibe ich sogar länger im Auto sitzen. Mehr Informationen unter Deutschlandfunk Der link zum Installieren Deutschandfunk App

Ach, noch etwas. Es ist kein Musiksender – manchmal treffen sie nicht ganz meinen Musikgeschmack. Macht aber nix – es sind kurze Abschnitte.

Was ist verurteilendes Sprechen?

Ich habe folgende Definition anzubieten: Verurteilendes Sprechen beinhaltet Interpretationen bzw. Annahmen und ist ein moralisches Urteil über Handlungen oder die Art einer Person statt bei reinen Fakten zu bleiben. Es startet als Gedanke, den man irgendwann ausspricht.

Welche Worte oder Handlungen nehme ich wahr?

Beim Verurteilen hört man Vorwürfe, Kritik oder eine Bewertung in “richtig” oder “falsch”. Beim Verurteilten entsteht innerer Widerstand bis hin zum Gegenangriff oder er resigniert und zieht sich zurück. Ein bestehender Konflikt verstärkt sich.

photo by larm rmah on unsplash

Warum verurteilt man eigentlich?

Es existiert die Annahme (und nicht unbedingt die Gewissheit), dass alle ein gleiches Verständnis von “richtig” oder “falsch” haben. Das Wertesystem der Gruppe ist scheinbar gleich.

Ich fühle mich besser: Es geht um Recht und Unrecht haben. Ich bin nicht schuld. Ich gehöre zur Gruppe. Ich grenze mich von Anderen ab. Ich erfahre Anerkennung, da ich selbst “besser” bin.

Einer meiner Werte oder Bedürfnisse wird nicht erfüllt.  “Die kommt immer zu spät” bedeutet, das man mehr Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit braucht.

Was kann ich tun, wenn verurteilt wird?

Meine eigene Beobachtung schildern und bei Fakten bleiben (Zeitpunkt, Ort, Zitat, wer war involviert und was ist genau passiert). Das Problem wird dadurch für den Anderen nachvollziehbarer und man stellt sicher, dass man vom Gleichen redet (gemeinsamer Ausgangspunkt im Gespräch)

Den Fall aus meiner eigenen Perspektive schildern. Wie geht es mir mit der Aussage und was ist mir wichtig.

Was kann ich tun, wenn ich häufig verurteile?

Zunächst: Herzlichen Glückwunsch. Du bist achtsamer geworden und hast es erkannt. Jetzt geht es darum die Ursachen zu erforschen und herausfinden welche Werte verletzt werden bzw. was Dir wichtig ist.

Was ist der Unterschied zwischen Beurteilen und Verurteilen?

Beurteilen ist ein notwendiges Werturteil im Gegensatz zu einem moralischen Urteil. Es erfordert längeres Nachdenken und die Abwägung von Fakten. Die Umgebung oder Körpersprache wird unbewusst erfasst um die Situation oder Person sowie die nächsten Schritte einschätzen zu können Es handelt sich dabei nicht um Interpretationen oder eine reine Bewertung oder Einordnung in sein Wertesystem. Die Fähigkeit zu Beurteilen ist wichtig, um Entscheidungen schnell treffen zu können.

Warum ist es so wichtig nicht zu Verurteilen?

Andere oder sich selbst zu verurteilen verschliesst den Geist und die Seele, das Herz. Damit verschliesse ich mich und Grenze den anderen aus. Auch wenn es für den Moment der einfachere Weg zu sein scheint, wird es zu Konflikten führen. Man gibt dem anderen keine Chance seine Stärken zu entdecken oder sie zu leben. Es führt zu keiner Veränderung oder gar Verbesserung.

Wie verwandle ich meine Verurteilungen?

Nachdem ich die Ursachen erforscht habe, finde ich heraus, was mir wichtig ist. Du kannst selbst versuchen folgende Sätze zu ergänzen:

Wer ist ein guter Gespächspartner?

Was macht einen guten Gespächspartner aus?

  • Kann sich mitteilen  – ohne zu verletzten
  • Versteht den Anderen – ohne unbedingt gleicher Meinung zu sein
  • Vertritt seine eigenen Ansichten – ohne Recht haben zu wollen und bleibt offen seine Ansichten zu ändern
  • Kann irritierendes Verhalten ansprechen – und der andere versteht
  • Kann Kritik, Vorwürfe, Angriffe hören – ohne es persönlich zu nehmen
  • Erzielt konkrete Eigungen – ohne nur Forderungen zu stellen

Buchtipp Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache des Lebens von Marshall B. Rosenberg

Es hat meine Sprache verändert, da es meine Gedanken änderte. Ich erhielt diese Empfehlung während eines Gesprächs mit einer Bekannten. Trotz des „gewaltigen“ Titels hat es mich sofort angesprochen. Ich benutze immer wieder die 4 Schritten, die „simple but not easy“ sind. Die Buchausgabe, die ich 2008 lass, empfand ich stellenweise als sehr amerikanisch. Neuere Ausgaben adressieren dies gegebenenfalls besser – siehe Buchlink unten. Das Entscheidende für mich ist jedoch, dass die Kernaussagen Allgemeingültigkeit besitzen. Sie öffneten mir die Augen. Die simplen vier Schritte sind: wertfreies Beobachten, Gefühle bei sich wahrnehmen und ausdrücken, und mit eignen oder fremden Gefühlen emphatisch umzugehen, Werte und Bedürfnisse erkennen und ausdrücken, um etwas Bitten. In diesem Buch wird auch klar, warum diese vier Schritte so schwierig sein können. (mehr …)

Buchtipp Selbsterkenntnis

Die Weisheiten des Eneagramms von Don Richard Riso und Russ Hudson.

Sich und andere besser verstehen können. Dieses Buch war eine Entdeckung. Voll mit Erkenntnissen die helfen etwas wirklich verändern zu können. Das Enneagramm ist ein System, dass ein besseres Selbstverständnis und umfassendere Menschenkenntnis ermöglicht. Es arbeitet mit 9 Persönlichkeitstypen, zeigt deren Stärken sowie Entwicklungsmöglichkeiten und den Beziehungen zueinander auf. (mehr …)

Quiz Wohnen

Der Haus- oder Wohnungsstil hat einen Einfluss auf die Bewohner, wie die Kleidung, die man trägt.

Was ist Lästern?

Keiner tut es offiziell und doch gibt es diese Respektlosigkeit. Man hat Freude daran, da es Gemeinsamkeit in einer Gruppe schafft. Ich habe folgende Definition anzubieten:

Verurteilendes Sprechen über eine abwesende Person. Die Gedanken und Worte sind nicht wohlwollend und die Würde der abwesende Person ist verletzt.

Überprüfung: Würde ich das Gleiche sagen, wenn die Person anwesend wäre? Spreche ich über eine abwesende Person um Rat oder eine Lösung zu bekommen (wohlwollend)?

Mögliche Ursachen:

  • Gemeinsamkeit schaffen/gemeinsam klagen oder lachen
  • Unachtsamkeit – nicht merken, dass die Würde verletzt wird
  • Hilflosigkeit – wie spreche ich es an damit sich etwas ändert
  • Selbstbestätigung und Selbstbestärkung oder -erhöhung, sich mächtig fühlen
  • Eigene Unzufriedenheit verdecken
  • Neid und Eifersucht als Resultat des Vergleichens

Die Auswirkungen von Lästern

Misstrauen auf allen Beziehungsebenen (was sagt die Person über mich, wenn ich abwesend bin?). Ausgrenzung. Zeit und Energieverschwendung, da sich nix ändert.

Photo von LoboStudio Hamburg auf Unsplash

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Wie kann man Lästern begegnen, wenn man es beobachtet?

  • Nicht beteiligen und anbieten die Person dazu zu holen
  • Fragen was den Lästerer stört und was er genau beobachtet hat
  • Fragen was dem Lästerer wichtig ist und warum
  • Lösungsansätze vorschlagen
  • Erklären, dass es einem unangenehm ist und warum
  • Nach genauen Fakten fragen

Wie damit als Betroffener umgehen?

  • Fragen was ist, wenn Andere zusammenstehen und plötzlich verstummen, wenn man dazukommt
  • Die Person unter 4 Augen ansprechen, wenn man davon erfährt
  • Gelassen reagieren “..schön dass ich Gesprächsthema bin..”
  • Hilfe und Rat bei Anderen holen

Wie als Lästerer im nachhinein damit umgehen?

  • Überlegen warum man lästert, was man wirklich mitteilen oder ändern will
  • Ansprechen und ggfls sich entschuldigen
  • Zukünftig so sprechen als wäre die Person anwesend
  • Die Verantwortung dafür übernehmen und das Lästern nicht grundstätzlich entschuldigen, z.B. Frauen lästern doch gerne und immer oder das ist doch nur Spass

Wann spreche ich die lästernde Person an? Wenn es mir unangenehm ist und ich mit der Person regelmäßig zusammentreffe. Wenn ich es besser verstehen und ändern möchte.

Wann spreche ich die betroffene Person an? Wenn ich bemerke, dass sich die Person immer mehr zurückzieht oder mich dieser Konflikt belastet.

Klug gesagt – Menschenkenntnis

„Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe“ (Werner Götz)

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann Ihm nur helfen es in sich zu entdecken.”(Galileo Galilei)

„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich” (Konfuzius)

“Woher soll ich wissen was ich denke bevor ich gehört habe was ich sage” (Unbekannt)

“Sprechenden Menschen kann geholfen werden” (Unbekannt)

“Was wir Menschen nicht zu beurteilen vermögen, verurteilen wir umso beredter..“ (Gerd W. Heyse)

“Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktionen zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.” (Viktor E. Frankl)

“Wenn wir nicht mehr in der Lage sind die Situation zu ändern, sind wir gefordert, uns selbst zu ändern.” (Viktor E. Frankl)

“Kultivierte Menschen haben neue Gedanken.
– Wenn sie schauen, denken sie an Klarheit.
– Wenn sie hören, denken sie an Genauigkeit.
– Bei ihrer äußeren Erscheinung denken sie an Gepflegtheit.
– Bei ihrem Verhalten, denken sie an Höflichkeit.
– Wenn sie sprechen, denken sie an die Wahrheit.
– Bei ihrer Arbeit, denken sie an die Ernsthaftigkeit.
– Wenn sie zweifeln, denken sie daran, die richtige Frage zu stellen.
– Wenn sie wütend sind, denken sie an die Schwierigkeiten, die daraus entstehen können.
– Wenn sie Lohn erhalten, denken sie an die Gerechtigkeit.
Kultivierte Menschen kennen keine Furcht oder Unruhe.
– Wenn sie nach innen blicken und keine Schuld finden, wovor sollten sie sich fürchten?” (Konfuzius)