Love Your Living

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Wie kann ich Loslassen oder etwas lieben lernen?

Die Kunst des Loslassens. Let it be. Die Kunst etwas zu akzeptieren – vielleicht auch es lieben zu lernen. Das Leben fühlt sich an wie eine Fahrt auf einem Karussell. Sich vertrauensvoll treiben lassen, ein sanftes aber manchmal auch ein heftiges Auf und Ab.

Um das Thema von Loslassen und Lieben lernen tiefer  zu verstehen, habe ich mir folgende Frage gestellt: Was macht mich eigentlich unglücklich? Kluge Menschen haben lediglich 2  Zustände identifiziert, die unglücklich machen. Überwinde ich sie, würde ich glücklicher werden. Jetzt war ich gespannt.

ANHAFTUNG und ABNEIGUNG

Das ist wirklich alles?  Etwas festzuhalten oder etwas abzulehnen, vielleicht sogar zu bekämpfen, wenn man etwas nicht möchte ist alles? Etwas erzeugt unangenehme Gefühle in uns. Klingt richtig. Überwinde ich beide Zustände durch Loslassen oder Akzeptanz des Gefühls, der Dinge oder der Situation, kann ich mein Leid verwandeln oder es erst nicht entstehen lassen. Ich bin in der Lage Zustände oder Menschen liebevoller und mit mehr Mitgefühl zu betrachten, und das verändert. Interessant.

Anhaftung und Abneigung – machen sie mich unglücklich?

Möchte ich etwas unbedingt? Ich werde aggressiv oder übellaunig auf andere, aber häufig auf mich, weil ich es nicht bekomme?

Bin ich in einer Situation oder passieren Dinge, die ich nicht möchte? Kann ich sie nicht mehr beeinflussen? Kann ich sie nicht verändern? Ich bin deshalb sehr traurig, bedrückt, frustriert, unzufrieden, wütend etc.

Anhaftung – warum halte ich eigentlich an etwas fest?

Weil es mir Stabilität und Sicherheit zu geben scheint? Weil mich etwas Neues verunsichert? Weil ich die Überzeugung besitze, das es wichtig und gut für mich ist und ich mich damit wohler oder sicher fühlen kann?

Markus Spiske auf unsplash

Weil ich dadurch meine innere Leere nicht spüre und ich in diesem Moment, wenn auch vielleicht nur kurz, Freude empfinden kann? Weil es schon immer so war? Weil ich diesen Menschen oder diese Dinge zu brauchen glaube?  Und wenn das alles nur eine Illusion ist? Scheint es in den Gedanken nicht nur so zu sein? Betrachte es einmal mit Neugier. Wie faszinierend, warum ist es eigentlich bei mir so? Brauche ich es wirklich?? Was ist das Schlimmste was passieren kann, wenn es nicht mehr da ist? Immer wenn ich mir diese Fragen stelle, fühle ich mich sofort viel freier und unabhängiger, irgendwie dadurch auch glücklicher und gelassener.

Abneigung- warum mag ich etwas nicht?

Ich teile ein. Ständig. Ich mag Dinge oder Personen, ich mag sie nicht. Grundsätzlich ein normales Verhalten. Es versetzt mich in die Lage schnell Entscheidungen treffen zu können. In meinem Kopf beginnen Prozesse, die in früheren Zeiten dem Überleben dienten. Ekel – ein Abwehrmechanismus startet, um mich davor zu schützen. Ist das aber immer wahr? Betrachte es einmal mit frischen Augen, ohne Beurteilung oder gar Verurteilung.

ed-van-duijn auf unsplash

Die Spinne. Für viele mag sie hässlich oder ekelhaft sein. Anders und genauer betrachtet ist sie ein graziles, fast buntes Geschöpf. Sie leistet Erstaunliches. Sie baut wunderschöne zarte Netze, in denen sich Tautropfen verfangen, die im Morgenlicht glänzen. Die Aufgabe: Finde den Zauber, lebe Dein Leben voller Ver- und Bewunderung für das was Dich umgibt und was Dir passiert.  Dein Leben besteht aus Rhythmus der nach Balance und Harmonie strebt. Sich öffnen und Dinge neu und anders betrachten, ausprobieren, auf Menschen zugehen, um sie näher kennenzulernen. Faszinierend. Du wirst feststellen, dass andere Menschen Wünsche und Träume besitzen, die den eigenen oft sehr ähnlich sind. Die Kunst  wertschätzend miteinander umzugehen. Gegebenenfalls kannst Du wertschätzend Grenzen setzten, wenn es notwendig wird.

Der Gegenentwurf zur Anhaftung

Liebe und fühle Dich mit allem verbunden was ist und lasse es los, wenn es von Dir weg strebt. Sei dankbar und voller Hoffnung. Ich erinnere mich an eine Aussage “Liebe ist Loslassen”. Kommt es zu Dir zurück, freue Dich. Bleibt es weg, nimm das Gefühl des Verlusts im Körper wahr, atme in das Gefühl bis es verschwinden kann. Alex Elle sagte einmal “Loslassen heißt nicht immer, dass Du etwas verlierst oder verpasst. Du wächst, du lässt los, Du entwickelst Dich.”

Wie vermeide ich Anhaftung & Abneigung?

Eine grosse Hilfe diese Zustände zu überwinden ist viel öfter im HIER und JETZT zu sein. Der Fokus liegt auf dem was gerade geschieht. Das Atmen, das Beobachten. In diesen Momenten kann Dir vieles klarer werden. Du befindest Dich nicht mehr in den Gedanken und Geschichten, die Dich über die Vergangenheit grübeln lassen oder sich um eine sorgenvolle Zukunft dreht, die vielleicht nie Realität wird. So gewinnst Du Zeit zu verstehen, was Du gerade brauchst oder vielmehr gerade nicht brauchst, was Du durch das Losslassen gewinnen wirst. Es gibt oft Dinge im Leben, die man gerne verliert. Z.B. Unruhe, Sorgen, Grübeln, Ängstlichkeit und vieles mehr. Mir wurde dadurch immer klarer das Anhaftung, also das abhängige Brauchen von Menschen und Dingen, eine Illusion ist. Man kann sogar noch weiter gehen und das Anhaften am Leben in Frage stellen. Damit meine ich nicht sein Leben wegzuwerfen. Ganz im Gegenteil. Ich meine die Chance zu ergreifen gelassener zu werden und seine grundsätzliche Angst vor dem Tod zu überwinden. Im Rhythmus des Lebens mit den vergänglichen Auf’s und Ab’s. Emotionen der Abneigung kann auch ein Zeichen dafür sein, einmal näher hinzuschauen. Was lehne ich genau ab? Welches Bedürfnis hat die oder auch eine Person aus meiner Vergangenheit vielleicht verletzt und mir ist es schon wieder passiert? Kommt mir das bekannt vor?

Das Leben bedeutet Veränderung. Betrachte es mit Neugier. Alles hat einen Anfang und ein Ende. Aus Vergangenem wird Neues entstehen. Folge dem Rhythmus des nächsten Zyklus.

Das Vertrauen, dass sich alles zu Deinem Besten entwickeln wird, lasst Deine Anspannung verschwinden – Du kannst dem Prozess vertrauen. Atme ein und atme langsam alles Negative aus. Entspanne Dich. Komme ganz in der Gegenwart an. Erkenne, dass alle Abneigung nur ein Gedanke ist und mache den nächsten Schritt. Schritt für Schritt. Siehe auch Erforsche Deinen Geist (The Work)

Erforschen – Zuhören

Dieses Thema hat mich sehr beschäftigt. Warum? Weil viele Missverständisse und Verletzungen entstehen können, wenn man damit Schwierigkeiten hat. Die Wirkung hinter den Worten sind nicht immer gewollt und die Absicht eine ganz andere. Dein Gegenüber oder Du selbst können sich vielleicht gerade nicht anders ausdrücken. Zum Beispiel weil es starke Emotionen gibt oder wenn man nicht die ganzen Hintergründe kennt.

Höre ich wirklich gut zu? Leihe ich jemandem wirklich mein Ohr?

Photo von Sylvie Tittel

Photo von Sylvie Tittel auf Unsplash

Ich war der Meinung ein guter Zuhörer zu sein und stellte mit erschrecken fest, dass es nicht immer so war und oft auch noch so ist. Warum eigentlich? Techniken, wie das Wiederholen von Aussagen und Fakten, helfen grobe Missverständnisse zu vermeiden. Es gibt aber noch viel mehr hinter Gesagtem zu entdecken.

Eine Aussage hat mich zum Nachdenken gebracht. Der Geist ist oft nicht beim Gesagten oder bei den Bedürfnissen des Gesprächspartners, sondern schon mit einer Antwort beschäftigt. Lösungsorientiert und effizient. Interpretierend, oft Annahmen treffend, bevor der Gesprächspartner seinen Satz überhaupt beendet hat.

Warum eigentlich? Der Geist ist damit beschäftigt

  • Schnell einzuteilen, ob das Gesagte richtig oder falsch ist und einzuhaken und so unterbrechend oder gar verurteilend.
  • Sich gedanklich in einen Verteiligungs- oder Angriffsmodus begebend.
  • Vergleiche mit der eigenen Situation herstellend – statt bei der Person zu bleiben. Das Gehirn gleicht permanent das Gehörte mit eigenen, ähnlichen Erfahrungen ab und ordnet es so schnell ein. Ein evolutionäre Meisterleistung, die unserem Überleben diente.

Antworten oder Lösungen überlegend und anbietend – statt zu zuhören. Dabei verpasst man gegebenenfalls die wahren Hintergründe und überhört das wirklich Wichtige hinter dem Gesagten

Kurz gesagt – der Geist befindet sich in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Ist das nicht “ver-rückt”? Bleibe ich in der Gegenwart, könnte ich dann nicht viel mehr entdecken und bemerken?

Durch regelmässige Meditationen oder andere Achtsamkeitsübungen kannst Du Deinen Geist darin schulen achtsam aufmerksam zu bleiben. Du kannst einen Stop in Deinem Gedankenfluss einlegen, wenn Du bemerkst, dass er wieder einmal mit Hochdruck an Lösungen arbeitet. Du kannst wieder mit Deiner ganzen Aufmerksamkeit beim Gesagten bzw. beim Gesprächspartner bleiben. Empatisch und offen auch auf die Gefühlsebene in einem Gesrpäch achten.

Probier einmal aus nur zuzuhören. Keine Ratschläge gebend. Bleibe wohlwollend. Sei offen dafür Dich in die Lage des Anderen zu versetzen und herauszufinden, was neben dem Gesagten, der Person noch wichtig sein könnte. Stelle Dir im Geist die Frage “Was hilft der Person gerade am meisten?”

Wie unterbreche ich richtig?

Wie gehe ich jedoch damit um, wenn mir jemandem das Ohr abkaut? Wenn mir das Zuhören Schwierigkeiten bereitet, weil es sich  z.B. nicht um einen Dialog, sondern um einen Monolog handelt?

Photo von Isaiah Rustad

Versuchs mal mit Folgendem:

  • Finde für Dich heraus, warum es für Dich gerade nicht möglich ist zuzuhören (z.B. Zeitdruck, zuviel Infomation gleichzeitig)
  • Warte, bis die Person mit einem Satz zu Ende ist. Mache Dich “körperlich groesser” in dem Du z.B. Blickkontakt suchst oder aufstehst, um gesehen zu werden. Wenn Du die Lücke erwischt hast :-), frage die Person was Sie genau von Dir braucht und schildere, warum Du sie unterbrechen musst (siehe erster Punkt).
  • Ergänze wie es Dir damit geht (z.B. ich werde nervös etc). Mache den Vorschlag das Gespräch ggfls. zu vertagen und frage, ob das so in Ordnung für sie ist. Siehe auch Sprechen in Konfliktsituationen

 

Zuhören ist für mich die wichtigste Fähigkeit eines guten Gesprächspartners. Zuhören ist eine Kunst die gelernt werden kann. Stille kann man hören und zulassen.

Mitleid – Nein danke?

ICH WILL DEIN MITLEID NICHT!

Ich mag den Begriff Mitleid  überhaupt nicht. Warum eigentlich? Weil es in meiner Wahrnehmung für ein verbales Abschwächen bzw. Herabsetzen der anderen Person steht. Es mag nicht so gemeint sein, ich wünsche mir jedoch mehr Achtsamkeit im Denken und in der Benutzung der Sprache, die die Körpersprache mit einbezieht (mehr zu Sprache). Wörter haben eine nicht zu unterschätzende Wirkung und können sehr machtvoll sein. Es macht etwas mit mir, wenn andere Mitleid mit mir haben. Es zieht mich weiter nach unten. ” Ach Du tust mir so leid… Du Arme…”.  Mit-Leiden. Tut das der anderen Person wirklich gut und will sie das überhaupt? Nicht unbedingt bewusst, vielleicht unbewusst.

Photo von John Tyson

Um was geht es hier eigentlich? Energie erhalten durch die Aufmerksamkeit des Anderen?  Ist es wirkliches Mit-leiden? Oder wird die bemitleidenswerte Person nicht zum armen, schwachen Opfer gemacht? Tut es mir selbst gut, wenn ich Mit-leid ausdrücke? Ich bin ein so “guter” Mensch?  Ich leide, wenn ich es ernst mit meiner Aussage meine – warum sollte ich das denn wollen? Daher habe ich für mich beschlossen den Anderen und mich nicht mehr zu bemitleiden, sondern zu  stärken.

Der Begriff Mitgefühl drückt für mich wohlwollende Gefühle und Gedanken gegenüber dem Anderen viel besser aus. Es geschieht auf Augenhöhe und dies wird bemerkt und von jedem auch so empfunden. Es ist nicht immer notwendig etwas zu sagen. Es geht vielmehr um  Zuhören und das “Ganz-für- den-Anderen-da-sein”. Wenn ich Mitgefühl habe, stärkt es beide Personen und verbindet sie in viel positiverem und groesserem Ausmaß.  Mitgefühl schenkt Zuversicht, da man nicht alleine ist und der Andere mich versteht und mich nicht bedauert. Er fühlt mit mir, versucht jedoch mir zu helfen und für mich da zu sein – mit Güte und Verständnis.

Dem Einwand, dass es sich lediglich um ein anderes Wort handelt, stimme ich nicht zu. Ich möchte nicht, dass der Andere wegen mir leiden.

Neuere Gehirnforschung hat gezeigt, dass der Bereich, der für Mitgefühl zuständig ist, dann  aktiver ist, sobald die Person, die leidet, aus der scheinbar gleichen “Gruppe” ist. Es erhöht das Wohlbefinden eines Menschen Teil einer Gruppe zu sein. Die Evolution sorgt so dafür, dass man sich für den Anderen einsetzt. Wäre es nicht grossartig, wenn wir uns als eine einzige Gruppe verstehen würden?

Wie steht es um Dein emotionales Bankkonto?  Was it Empathie und hat sie die Kraft unsere Welt zu verändern?

Muss ich erst Leiden um etwas zu verändern?

Die Frage habe ich mir schon so oft gestellt und daher beschlossen einige Kollegen zu fragen. Die Antwort war jedesmal ein “Ja”. Ist das nicht seltsam und traurig? Leiden ist eine Grenzüberschreitung, ein Sich-Selbst-Nicht-Beachten. Tue ich es lange und ausdauernd genug, stellen sich womöglich Krankheiten ein.

Photo: Larm Rmah unsplash

Dass der Mensch versucht sich grundsätzlich nicht zu Überanstrengen (Stichwort Effizienz), und damit im übertragenen Sinne nicht Leiden will, sollte eigentlich in seiner Natur liegen. Damit war sein Überleben, und in unserer heutiger Zeit ein angenehmeres Leben, gesichert bzw. wahrscheinlicher. Jedoch scheint Leiden, vor allem das Bemerken von Leiden, oft ein Wendepunkt im Leben herbeizuführen. Je unachtsamer ich bin und je wenig Selbstwahrnehmung ich besitze, je heftiger fallen diese Leiden aus. Mein Plädoyer: Es muss ganz und gar nicht so sein. Schwierigkeiten können vorübergehende Erscheinungen sein. Leider merken wir uns oft das Negative am Besten. Ich rufe zu mehr Leichtigkeit im Leben auf. Das Leben ist dazu da Schwierigkeiten meistern zu lernen und ein freudvolles Leben zu leben. Sich nicht zu ernst zu nehmen und mit mehr Humor Situationen zu betrachten hilft enorm dabei ( Tun – die Macht des Lächelns).

Positives Leiden, gibt es das?

Interessanterweise ist eine sportliche Anstrengung bei Amateuren und Profis oft mit Leiden und dann durchaus mit Überanstrengung verbunden. Warum ist das  eigentlich so? Dahinter steckt womöglich unser Belohnungssystem.  Erfolg zu haben und damit gute Gefühle zu erzeugen – etwas erreicht zu haben scheint gut zu tun. Im Körper werden Botenstoffe wie Dopamin und Adrenalin ausgeschüttet. Das macht glücklich und gegebenefalls süchtig. Ich denke es geht eher um eine positive Anstrengung die uns gut tut- es gibt kein positives Leiden.  Ich erlebe soviele Herausforderungen wie mir gut tun, damit sich meine Fähigkeiten erweitern. Ich befinden mich im sogenannten Flow-Zustand, in der “Zone”. Alles ist leicht, ich vergesse die Zeit. Positiver Stress verbunden mit einer Adrinalinausschüttung. Ich vergesse dabei aber nicht in mich zu spüren und mir im Innern zuzuhören. Das hat für mich ganz und gar nichts mit Leiden zu tun.

Wie komme ich denn da raus?

Zunächst: Erkenne, dass Du leidest. Das Leben ist eben kein Kampf. Es sollte Dich fordern und fördern, aber nicht überfordern. Anzeichen, dass Du leidest sind Schmerzen, Müdigkeit, sich ständig Sorgen machen, Tränen, nicht Abschalten können, zu glauben ständig “online” sein zu muessen. Wenn ich geistig angestrengt bin, mache ich etwas, das meinen Fokus auf meinen Körper bringt (z.B. Yoga, Spazierengehen, Joggen, Radfahren etc). Bin  ich körperlich und geistig müde, ruhe  ich z B. aus, in dem ich schlafe oder mich auf eine Bank oder eine Wiese in die Sonne lege.

Photo von Emiel Molenaar

Der häufigste Grund, um eine Psychoteraphie zu beginnen sind übrigens Angstzustände und Depressionen. Entwickle ich die Fähigkeiten mit angenehmen (verstärken) und unangenehme Emotionen (reduzieren) umgehen zu können, wird es soweit erst gar nicht kommen muessen. Diese Fähigkeit wird das Wohlbefinden und damit meine Gesundheit steigern. Ich entwickle mich persönlich weiter und kann meine Stärken nutzen und einbringen. Hole Dir Hilfe, wenn es Dich überwältigt. Eine Ärztin hat mir etwas interessantes gesagt: Der Mensch hat ein Schmerzgedächtnis, deshalb sollte ich Medikamente bei starken Schmerzen wirklich nehmen. Damit meine ich nicht, immer gleich zu Medikamenten zu greifen.

Mut zur Langeweile?

Immer mehr bemerke ich, dass ich Langeweile, Müßiggang brauche. Gehirnforscher legen es sogar Nahe. Müßiggang erhöht die Kreativität. Also geniesse das Nichtstun – ich hänge gerne meinen Gedanken nach – ich träume für mein Leben gern.

Photo von Omurden Cengiz

“Müßiggang ist aller Laster Anfang” ist ein Glaubensgrundsatz, der den Ruf des Müßiggangs ziemlich zerstört hat. Wer will schon Laster wirklich ausdauernd fröhnen. Das Laster wird nämlich zur Gewohnheit und macht irgendwann nicht mehr glücklich. Und was denken die Anderen erst?

Es ist wohl wieder einmal die Balance, die entscheidet, ob mir etwas gut tut oder nicht. Ich mäßige mich von Zeit zu Zeit ganz bewusst. Ich beobachte jedoch auch die Mäßigung: mäßige Dich – auch in der Mäßigung.

 

 

 

 

Klug gesagt – Persönlichkeitsentwicklung

„Werde, der du bist“ (Pindar)

” Du kannst die Augen davor verschließen, was Du nicht sehen willst. Aber Du kannst nicht Dein Herz davor verschließen, was Du nicht fühlen willst.” (unbekannt) …begegne daher Deinen Gefühlen mit Aufmerksamkeit und Kompetenz und verdränge sie nicht. (daily calm app)

“Losslassen heisst nicht immer, dass Du etwas zu verlierst oder verpasst. Du wächst, Du läßt los, Du entwickelst Dich (Alex Elle)

Wegbegleiter

“Wegbegleiter” sind Organisationen oder Personen, die Dich in Deinem Leben weiterbringen könnten. Ich möchte in diesem Teil des Blogs Anregungen dazu geben.

Photo von Kevin Gent

Achtsamkeit üben mit Calm

Gäbe es diese App noch nicht  – ich hätte sie erfunden.

Calm ist eine App, die Dir helfen kann Dein Leben achtsamer und dadurch gesünder, freier und glücklicher zu leben. Love your living. Veränderungen brauchen nicht nur das Erkennen des Notwendigen, sondern auch regelmäßiges Üben. Ähnlich eines Sporttrainings. Diese App hat das Potential für Dich zum täglichen Wegbegleiter zu werden. 15 Min ganz für Dich alleine – Morgens, Abends oder immer wenn Du Dich zurückziehen kannst.

Zur Calm Webseite

In einem Lufthansa-Magazin wurde dieses Program vorgestellt und ich wurde neugierig. Nachdem ich die App 7 Tage kostenlos ausprobiert hatte, eine Kollegin sie schon seit mehr als 6 Monaten nutzt und immer noch toll findet, habe ich mir ein Jahresabo gekauft. Ich bin begeistert. Nach über 2 Monaten eigener Erfahrung liebe ich sie immer noch und kann sie weiterempfehlen. Am besten finde ich die täglichen Übungen (Daily Calm). Von einer sanften Stimme werde ich an Vieles wieder erinnert oder ich lasse mich neu inspirieren. Alle Übungen helfen mir konzentrierter, aufmerksamer und achtsamer zu werden. Sie unterstützen mich beim Meditieren, helfen mir mehr Mitgefühl für mich selbst oder anderen zu entwickeln, in mir mehr Gelassenheit und Dankbarkeit entstehen zu lassen und vieles mehr. Kurz – sie erhöht meine Selbstwahrnehmung und mein Wohlbefinden.

Was wird Dir geboten

Meditationen: Es gibt tägliche, abwechslungsreiche Übungen mit unterschiedlichem Fokus. Es stehen Dir 7-Tage-Meditationsserien zur Verfügung z.B. Angsterleichterung, Zufriedenheit oder Stressmanagement. Sie können Dir helfen Schritt für Schritt besser zu verstehen und zu üben. Du kannst offene und zeitgesteuerte Meditationen nutzen, wenn Du nur Deinem Geist und Körper zuhören möchtest.

Musik: Du kannst Dich in verschiedene Klangwelten begeben, kürzere und längere stehen zur Verfügung – je nach Bedarf.

Schlaf: Du kannst Deinen Schlaf verbessern. Schlafgeschichten werden Dir helfen Dich sanft in den Schlaf gleiten zu lassen. Auch zu diesem Thema gibt es ein 7-Tage-Programm.

Atem: Wir atmen häufig zu kurz und sehr flach. Auch dies hat eine Auswirkung auf Dein Wohlbefinden. Mit diesem kleinen Programm kannst Du üben.

Allgemein: Grundsätzlich ist das Program einfach und intuitiv zu bedienen. Es motiviert zum Weitermachen und Dranbleiben. Unter “Mehr” und “Profil” kannst Du Deine Historie und Deinen Fortschritt verfolgen. Flexible Einstellungen sind möglich. Unter “Mehr” und “Stimmungsbilder” kannst Du neue Bilder auswählen und die Hintergrundlautstärke flexible einstellen (auch während des Abspielens). Probiere am besten zunächst die kostenlose Testversion.

Warum ich begeistert bin

Die App ist übersichtlich gestaltet und gut zu bedienen. Es erlaubt mir unabhängig von Kursen regelmässig zu üben. Diese App spricht meine Sinne an –  das Auge mit schönen Bildern und das Ohr mit einer angenehmen Sprechstimme und unaufdringlichen Naturgeräuschen. Immer wieder werden Themen neu beleuchtet und durch inspirierende Zitate von ganz unterschiedlichen bekannten Persöhnlichkeiten vertieft.

Es gibt die Möglichkeit Übungen herunterzuladen, damit Sie offline zur Verfügung stehen (siehe Einstellungen und Downloads). Du kannst Lieblingsmeditationen markieren (Herzsymbol) oder Deine Historie durchsuchen, um Meditationen zu wiederholen. Du bist frei und unabhängig, wann und wie Du Deine Übungen machst, bekommst aber gleichzeitig jeden Tag Vorschläge, denen Du folgen kannst. Dies stellt Abwechslung sicher, die mich motiviert weiterzumachen.

Noch ist nicht alles in deutscher Sprache oder als Übersetzung verfügbar. Sobald Du die Spracheinstellung auf Englisch umstellst, stehen Dir weitere Programme zur Verfügung. Unter dem Bereich “Mehr (More)” gibt es z.B. Calm Body mit kurzen Videos, die Körperübungen vorstellen oder unter Calm Masterclass tolle Vorträge von Gastrednern. Es werden verschiedene Themen wie zum Beispiel Dankbarkeit (Gratitude), Achtsames Essen (Mindful Eating) oder die 4 Säulen der Gesundheit (The 4 Pillars of Health)  eindrucksvoll und interessant präsentiert.

Die App verbessert sich regelmässig, die ca 60 $ (ca 52 €) Jahresgebühr sind meiner Meinung nach bestens investiert. Es gibt auch andere Programme wie z.B. 7Mind oder Headspace. Es ist wichtig, dass das Programm Dich anspricht, Du daran Freude hast und beginnst für einen längeren Zeitraum zu üben. Bei mir trifft es zu.

 

Wie stehts mit Deinem emotionalen Bankkonto?

Willst Du be-reich-ert sein? Und wie steht’s mit dem Gleichgewicht von Nehmen und Geben? Es erzeugt Gefühle der Zusammengehörigkeit, der Wertschätzung und Wohlwollens, der Dankbarkeit und des Vertrauens.

Photo von rawpixel

 

Vielleicht hast Du schon von dem Begriff “Emotionales Bankkonto”gehört? Ich kann einzahlen und davon abheben. Sobald Du jedoch denkst, Du gibst nur und Du erhälst nichts zurück, kann es schwierig werden. Etwas gerät aus der Balance, in eine Schieflage, und es kommt zu inneren Konflikten, die sich auch im Aussen zeigen können. Gedanken werden zu Handlungen. Siehe auch Der Mensch als Baum

Vielleicht ist es aber auch nur in Deinen Gedanken so? Oft ist der Person, der Deiner Meinung nach ständig nur nimmt, gar nicht bewusst, dass es für Dich so ist. Also sprich es an. Wie Du das am Wirkungsvollsten tun kannst, findest Du hier: Sprechen in Konfliktsituationen

Ein Beispiel, dass mich lange selbst beschäftigte, waren Straßen-Bettler in Deutschland. Ich kenne die Personen nicht – ich will sie oft auch gar nicht kennenlernen. Manchmal hinterlassen sie bei mir ein unangenehmes Gefühl. Ich sehe nur das Nehmen, die scheinbare Erniedrigung, und schaue weg. Warum eigentlich? Ich habe erkannt, dass es bei mir an 3 Punkten liegt. Mein Bedürfnis nach Leistung und Unabhängigkeit sowie mein Bedürfnis nach einem ausgeglichenen Geben und Nehmen. Ich kenne nicht alle Fakten, die diesen Menschen dazu bewegen zu betteln. Es besteht keine Beziehung zu ihm.

Photo von Matt Collamer

Photo von Matt Collamer

Von Zeit zu Zeit gehe ich daher nicht einfach so vorbei, sondern wende mich der Person zu. Ich suche Blickkontakt. Gelingt es mir nicht oder bemerke ich, dass es scheinbar nur ums Geld geht, wende ich mich ab. Nehmen sie mich als Mensch mit meinen Bedürfnissen wahr, wenn Sie aufdringlich werden? Ich bin nicht naiv zu glauben, dass es Menschen in Deutschland nicht auch schlecht gehen kann. Ich frage mich jedoch immer, ob es einer Person bei uns so schlecht geht, dass sie mit den Knien am Boden und dem Blick gesenkt stundenlang mit einem Becher und Zettel dasitzen muss? Geht es hier einfach nur darum ein Schuldgefühl zu erzeugen, um Geld zu erhalten? Ich habe mir vorgenommen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich, mit dem Blick auf Sie gerichtet, vorbei gehe.

” Ich möchte mir Essen kaufen”  Würde die Person von mir Essen annehmen? Vielleicht – es käme auf einen Versuch an.

Ich habe für mich beschlossen Organisationen oder Personen, die gemeinnützig tätig sind und das Leben von Anderen bereichern oder besser machen können regelmässig einen Betrag zu spenden. Die Themen reichen von Integrationsarbeit und Völkerverständigung, Bildung, bei akuten Katastrophen bis hin zum Kranken- und Pflegebereich. Und Bettlern? Ihnen begegne ich wohlwollend.

Hilfe annehmen

Geben ist manchmal einfacher als nehmen. Nach Hilfe fragen? Ich komme oft gar nicht auf die Idee. “Ich kann das alleine..da muss ich durch.”  Unabhängigkeit. Annehmen könnten unangenehme Gefühle wie in der Schuld des Anderen stehen, Abhängigkeit und Schwäche erzeugen. Ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, dass das Um-Hilfe-Bitten keine Schwäche sondern durchaus eine Stärke ist. Es braucht das Überwinden und den Mut seine Schwäche zu zeigen. Es verbindet Menschen miteinander und ermöglicht Anderen mich besser kennen zu lernen. Wie gesagt – die Balance ist wichtig.  Ich habe damit angefangen einfach Andere um Hilfe zu bitten, wenn ich welche brauche.

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Geben als Machtspiel

Du kannst überlegen warum Du gibst und wie es Dir dabei geht. Hier einige Denkanstöße, die die Sicht darauf verändern könnte.

  • Hat es etwas mit Abhängigkeiten schaffen zu tun, dass Du immer gibst?
  • Wie geht es dem Anderen damit? Wird er dadurch vielleicht Unselbstständiger? Hilft es der Person dadurch wirklich weiter?
  • Hat es etwas mit Kontrolle über das Leben des Anderen zu tun?
  • Ist der Antrieb vielleicht eine Sucht und der Wunsch nach Dankbarkeit vom Anderen?
  • Besteht der Wunsch als guter und großzügiger Mensch zu gelten und dafür Anerkennung zu erhalten?
  • Steht das materielle Geben im Vordergrund?  Was gibt es da noch, was dem Anderen mehr bedeuten könnte?
  • Braucht der Andere wirklich Deine Hilfe?

 

 

Was ist Emphatie?

“Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe…” (Wikipedia, 30.6.2018)

Für mich schien diese Definition nicht umfassend genug. Mir fehlte eine Art Selbst-Empathie. Die Fähigkeit sich selbst wert-zu-schätzen und zu sich selbst  “freundlich” zu sein. Ich sollte mich nicht nur um den Anderen kümmern, sondern zunächst mir selbst gegenüber diese Fähigkeit besitzen. In der Forschung wird dies Selbstwahrnehmung, Selbstregulation bzw Selbstmeisterung und darauf aufbauendes Mitgefühl auch mit sich selbst genannt. Achte gut auf Dich, den Du bist der einzige Mensch, der alles von Dir weiß und mit dem Du ein ganzes Leben verbringst.

Gabriel Matula Unsplash

Körper – Gesund-Erhalten

Functional Medicine

Der Arzt der Zukunft wird keine Medizin geben, sondern seine Patienten für die Pflege des menschlichen Körpers, für die Ernährung und für die Ursachen und Prävention von Krankheiten interessieren. ” Thomas A. Edison

Wenn Du die Schulmedizin schätzt, aber nicht weiter kommst, habe ich eine Möglichkeit gefunden.

In Zusammenarbeit mit einem Coach und Deinen Ärzten gehst Du den Ursachen von Symptomen und Krankheiten auf den Grund. Functional Medicine bietet den Rahmen, um ganzheitlich und strukturiert Hinweisen des Körpers nachzugehen, die leicht übersehen werden. So können ganz gezielte, individuelle Programme zur Heilung zusammengestellt werden. Bereits kleine Veränderungen Deiner Lebensgewohnheiten haben das Potential überraschend große Wirkungen zu erzielen.

Kommen Dir folgende Symptome bekannt vor?

  • Häufige Müdigkeit und Erschöpfung?
  • Gedanken drehen sich im Kreis, man steht wie neben sich (brain fog)?
  • Unerklärliche Gewichtszunahme oder das Gewicht will einfach nicht sinken?
  • Schmerzen wie z.B. Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne etc.?
  • Verdauungsprobleme wie Krämpfe, Blähbauch, Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen?
  • Allergien und Asthma?
  • Hautprobleme, wie z.B. Ekzem oder Akne?
  • Depressionen oder Ängste?
  • Diabetes Type 2?
  • Autoimmunerkrankungen?

Ich kann Diana Siepmann empfehlen. Sie arbeitet mit dieser Methode online und kann Dir, egal wo Du wohnst, auf Dich individuelle Schritte aufzeigen und Dich auf Deinem Weg zu einem gesünderen Leben ein Stück begleiten. Ursprünglich startete sie mit frauenspezifischen Themen, Ihr Spektrum geht jedoch darüber hinaus. Du kannst mit Ihr leicht über Telefon, Facebook oder Skype arbeiten. Sie spricht fließend Deutsch (Muttersprache) und Englisch. Mehr Informationen sowie Kundenerfahrungen findest Du unter www.dianasiepmann.com.

 

Geist – Fakten erhalten – DLF

Radiosender Deutschlandfunk (DLF)

Wenn ich keine Stille oder Musik hören möchte, sondern Informationen und Fakten erhalten will, schalte ich diesen Sender ein. Ideal, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahre.

Warum ich das mache? Wissen hilft. Die „Standardmedien“ wiederholen oft gleiche oder ähnliche Themen. Über DLF herhalte ich tiefer gehende Informationen. Hören statt lesen. Gut recherchiert, sachlich und ausgewogen. Die Themen reichen von Politik, Wirtschaft, Wissen, Europa bis Gesellschaft oder Sport und sind eine Bereicherung für mich. Manchmal bleibe ich sogar länger im Auto sitzen. Mehr Informationen unter Deutschlandfunk Der link zum Installieren Deutschandfunk App

Ach, noch etwas. Es ist kein Musiksender – manchmal treffen sie nicht ganz meinen Musikgeschmack. Macht aber nix – es sind kurze Abschnitte.

Was ist verurteilendes Sprechen?

Ich habe folgende Definition anzubieten: Verurteilendes Sprechen beinhaltet Interpretationen bzw. Annahmen und ist ein moralisches Urteil über Handlungen oder die Art einer Person statt bei reinen Fakten zu bleiben. Es startet als Gedanke, den man irgendwann ausspricht.

Welche Worte oder Handlungen nehme ich wahr?

Beim Verurteilen hört man Vorwürfe, Kritik oder eine Bewertung in “richtig” oder “falsch”. Beim Verurteilten entsteht innerer Widerstand bis hin zum Gegenangriff oder er resigniert und zieht sich zurück. Ein bestehender Konflikt verstärkt sich.

photo by larm rmah on unsplash

Warum verurteilt man eigentlich?

Es existiert die Annahme (und nicht unbedingt die Gewissheit), dass alle ein gleiches Verständnis von “richtig” oder “falsch” haben. Das Wertesystem der Gruppe ist scheinbar gleich.

Ich fühle mich besser: Es geht um Recht und Unrecht haben. Ich bin nicht schuld. Ich gehöre zur Gruppe. Ich grenze mich von Anderen ab. Ich erfahre Anerkennung, da ich selbst “besser” bin.

Einer meiner Werte oder Bedürfnisse wird nicht erfüllt.  “Die kommt immer zu spät” bedeutet, das man mehr Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit braucht.

Was kann ich tun, wenn verurteilt wird?

Meine eigene Beobachtung schildern und bei Fakten bleiben (Zeitpunkt, Ort, Zitat, wer war involviert und was ist genau passiert). Das Problem wird dadurch für den Anderen nachvollziehbarer und man stellt sicher, dass man vom Gleichen redet (gemeinsamer Ausgangspunkt im Gespräch)

Den Fall aus meiner eigenen Perspektive schildern. Wie geht es mir mit der Aussage und was ist mir wichtig.

Was kann ich tun, wenn ich häufig verurteile?

Zunächst: Herzlichen Glückwunsch. Du bist achtsamer geworden und hast es erkannt. Jetzt geht es darum die Ursachen zu erforschen und herausfinden welche Werte verletzt werden bzw. was Dir wichtig ist.

Was ist der Unterschied zwischen Beurteilen und Verurteilen?

Beurteilen ist ein notwendiges Werturteil im Gegensatz zu einem moralischen Urteil. Es erfordert längeres Nachdenken und die Abwägung von Fakten. Die Umgebung oder Körpersprache wird unbewusst erfasst um die Situation oder Person sowie die nächsten Schritte einschätzen zu können Es handelt sich dabei nicht um Interpretationen oder eine reine Bewertung oder Einordnung in sein Wertesystem. Die Fähigkeit zu Beurteilen ist wichtig, um Entscheidungen schnell treffen zu können.

Warum ist es so wichtig nicht zu Verurteilen?

Andere oder sich selbst zu verurteilen verschliesst den Geist und die Seele, das Herz. Damit verschliesse ich mich und Grenze den anderen aus. Auch wenn es für den Moment der einfachere Weg zu sein scheint, wird es zu Konflikten führen. Man gibt dem anderen keine Chance seine Stärken zu entdecken oder sie zu leben. Es führt zu keiner Veränderung oder gar Verbesserung.

Wie verwandle ich meine Verurteilungen?

Nachdem ich die Ursachen erforscht habe, finde ich heraus, was mir wichtig ist. Du kannst selbst versuchen folgende Sätze zu ergänzen:

Wer ist ein guter Gespächspartner?

Was macht einen guten Gespächspartner aus?

  • Kann sich mitteilen  – ohne zu verletzten
  • Versteht den Anderen – ohne unbedingt gleicher Meinung zu sein
  • Vertritt seine eigenen Ansichten – ohne Recht haben zu wollen und bleibt offen seine Ansichten zu ändern
  • Kann irritierendes Verhalten ansprechen – und der andere versteht
  • Kann Kritik, Vorwürfe, Angriffe hören – ohne es persönlich zu nehmen
  • Erzielt konkrete Eigungen – ohne nur Forderungen zu stellen
  • Kann zuhören – ohne sich immer sofort eine Antwort zu überlegen und zu unterbrechen

Buchtipp Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache des Lebens von Marshall B. Rosenberg

Es hat meine Sprache verändert, da es meine Gedanken änderte. Ich erhielt diese Empfehlung während eines Gesprächs mit einer Bekannten. Trotz des „gewaltigen“ Titels hat es mich sofort angesprochen. Ich benutze immer wieder die 4 Schritten, die „simple but not easy“ sind. Die Buchausgabe, die ich 2008 lass, empfand ich stellenweise als sehr amerikanisch. Neuere Ausgaben adressieren dies gegebenenfalls besser – siehe Buchlink unten. Das Entscheidende für mich ist jedoch, dass die Kernaussagen Allgemeingültigkeit besitzen. Sie öffneten mir die Augen. Die simplen vier Schritte sind: wertfreies Beobachten, Gefühle bei sich wahrnehmen und ausdrücken, und mit eignen oder fremden Gefühlen emphatisch umzugehen, Werte und Bedürfnisse erkennen und ausdrücken, um etwas Bitten. In diesem Buch wird auch klar, warum diese vier Schritte so schwierig sein können. (mehr …)

Buchtipp Selbsterkenntnis

Die Weisheiten des Eneagramms von Don Richard Riso und Russ Hudson.

Sich und andere besser verstehen können. Dieses Buch war eine Entdeckung. Voll mit Erkenntnissen die helfen etwas wirklich verändern zu können. Das Enneagramm ist ein System, dass ein besseres Selbstverständnis und umfassendere Menschenkenntnis ermöglicht. Es arbeitet mit 9 Persönlichkeitstypen, zeigt deren Stärken sowie Entwicklungsmöglichkeiten und den Beziehungen zueinander auf. (mehr …)

Quiz Wohnen

Der Haus- oder Wohnungsstil hat einen Einfluss auf die Bewohner, wie die Kleidung, die man trägt.

Was ist Lästern?

Keiner tut es offiziell und doch gibt es diese Respektlosigkeit. Man hat Freude daran, da es Gemeinsamkeit in einer Gruppe schafft. Ich habe folgende Definition anzubieten:

Verurteilendes Sprechen über eine abwesende Person. Die Gedanken und Worte sind nicht wohlwollend und die Würde der abwesende Person ist verletzt.

Überprüfung: Würde ich das Gleiche sagen, wenn die Person anwesend wäre? Spreche ich über eine abwesende Person um Rat oder eine Lösung zu bekommen (wohlwollend)?

Mögliche Ursachen:

  • Gemeinsamkeit schaffen/gemeinsam klagen oder lachen
  • Unachtsamkeit – nicht merken, dass die Würde verletzt wird
  • Hilflosigkeit – wie spreche ich es an damit sich etwas ändert
  • Selbstbestätigung und Selbstbestärkung oder -erhöhung, sich mächtig fühlen
  • Eigene Unzufriedenheit verdecken
  • Neid und Eifersucht als Resultat des Vergleichens

Die Auswirkungen von Lästern

Misstrauen auf allen Beziehungsebenen (was sagt die Person über mich, wenn ich abwesend bin?). Ausgrenzung. Zeit und Energieverschwendung, da sich nix ändert.

Photo von LoboStudio Hamburg auf Unsplash

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Wie kann man Lästern begegnen, wenn man es beobachtet?

  • Nicht beteiligen und anbieten die Person dazu zu holen
  • Fragen was den Lästerer stört und was er genau beobachtet hat
  • Fragen was dem Lästerer wichtig ist und warum
  • Lösungsansätze vorschlagen
  • Erklären, dass es einem unangenehm ist und warum
  • Nach genauen Fakten fragen

Wie damit als Betroffener umgehen?

  • Fragen was ist, wenn Andere zusammenstehen und plötzlich verstummen, wenn man dazukommt
  • Die Person unter 4 Augen ansprechen, wenn man davon erfährt
  • Gelassen reagieren “..schön dass ich Gesprächsthema bin..”
  • Hilfe und Rat bei Anderen holen

Wie als Lästerer im nachhinein damit umgehen?

  • Überlegen warum man lästert, was man wirklich mitteilen oder ändern will
  • Ansprechen und ggfls sich entschuldigen
  • Zukünftig so sprechen als wäre die Person anwesend
  • Die Verantwortung dafür übernehmen und das Lästern nicht grundstätzlich entschuldigen, z.B. Frauen lästern doch gerne und immer oder das ist doch nur Spass

Wann spreche ich die lästernde Person an? Wenn es mir unangenehm ist und ich mit der Person regelmäßig zusammentreffe. Wenn ich es besser verstehen und ändern möchte.

Wann spreche ich die betroffene Person an? Wenn ich bemerke, dass sich die Person immer mehr zurückzieht oder mich dieser Konflikt belastet.

Klug gesagt – Menschenkenntnis

„Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe“ (Werner Götz)

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann Ihm nur helfen es in sich zu entdecken.”(Galileo Galilei)

„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich” (Konfuzius)

“Woher soll ich wissen was ich denke bevor ich gehört habe was ich sage” (Unbekannt)

“Sprechenden Menschen kann geholfen werden” (Unbekannt)

“Was wir Menschen nicht zu beurteilen vermögen, verurteilen wir umso beredter..“ (Gerd W. Heyse)

“Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktionen zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.” (Viktor E. Frankl)

“Wenn wir nicht mehr in der Lage sind die Situation zu ändern, sind wir gefordert, uns selbst zu ändern.” (Viktor E. Frankl)

“Kultivierte Menschen haben neue Gedanken.
– Wenn sie schauen, denken sie an Klarheit.
– Wenn sie hören, denken sie an Genauigkeit.
– Bei ihrer äußeren Erscheinung denken sie an Gepflegtheit.
– Bei ihrem Verhalten, denken sie an Höflichkeit.
– Wenn sie sprechen, denken sie an die Wahrheit.
– Bei ihrer Arbeit, denken sie an die Ernsthaftigkeit.
– Wenn sie zweifeln, denken sie daran, die richtige Frage zu stellen.
– Wenn sie wütend sind, denken sie an die Schwierigkeiten, die daraus entstehen können.
– Wenn sie Lohn erhalten, denken sie an die Gerechtigkeit.
Kultivierte Menschen kennen keine Furcht oder Unruhe.
– Wenn sie nach innen blicken und keine Schuld finden, wovor sollten sie sich fürchten?” (Konfuzius)