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Erforschen – Zuhören

Dieses Thema hat mich sehr beschäftigt. Warum? Weil viele Missverständisse und Verletzungen entstehen können, wenn man damit Schwierigkeiten hat. Die Wirkung hinter den Worten sind nicht immer gewollt und die Absicht eine ganz andere. Dein Gegenüber oder Du selbst können sich vielleicht gerade nicht anders ausdrücken. Zum Beispiel weil es starke Emotionen gibt oder wenn man nicht die ganzen Hintergründe kennt.

Höre ich wirklich gut zu? Leihe ich jemandem wirklich mein Ohr?

Photo von Sylvie Tittel

Photo von Sylvie Tittel auf Unsplash

Ich war der Meinung ein guter Zuhörer zu sein und stellte mit erschrecken fest, dass es nicht immer so war und oft auch noch so ist. Warum eigentlich? Techniken, wie das Wiederholen von Aussagen und Fakten, helfen grobe Missverständnisse zu vermeiden. Es gibt aber noch viel mehr hinter Gesagtem zu entdecken.

Eine Aussage hat mich zum Nachdenken gebracht. Der Geist ist oft nicht beim Gesagten oder bei den Bedürfnissen des Gesprächspartners, sondern schon mit einer Antwort beschäftigt. Lösungsorientiert und effizient. Interpretierend, oft Annahmen treffend, bevor der Gesprächspartner seinen Satz überhaupt beendet hat.

Warum eigentlich? Der Geist ist damit beschäftigt

  • Schnell einzuteilen, ob das Gesagte richtig oder falsch ist und einzuhaken und so unterbrechend oder gar verurteilend.
  • Sich gedanklich in einen Verteiligungs- oder Angriffsmodus begebend.
  • Vergleiche mit der eigenen Situation herstellend – statt bei der Person zu bleiben. Das Gehirn gleicht permanent das Gehörte mit eigenen, ähnlichen Erfahrungen ab und ordnet es so schnell ein. Ein evolutionäre Meisterleistung, die unserem Überleben diente.

Antworten oder Lösungen überlegend und anbietend – statt zu zuhören. Dabei verpasst man gegebenenfalls die wahren Hintergründe und überhört das wirklich Wichtige hinter dem Gesagten

Kurz gesagt – der Geist befindet sich in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Ist das nicht “ver-rückt”? Bleibe ich in der Gegenwart, könnte ich dann nicht viel mehr entdecken und bemerken?

Durch regelmässige Meditationen oder andere Achtsamkeitsübungen kannst Du Deinen Geist darin schulen achtsam aufmerksam zu bleiben. Du kannst einen Stop in Deinem Gedankenfluss einlegen, wenn Du bemerkst, dass er wieder einmal mit Hochdruck an Lösungen arbeitet. Du kannst wieder mit Deiner ganzen Aufmerksamkeit beim Gesagten bzw. beim Gesprächspartner bleiben. Empatisch und offen auch auf die Gefühlsebene in einem Gesrpäch achten.

Probier einmal aus nur zuzuhören. Keine Ratschläge gebend. Bleibe wohlwollend. Sei offen dafür Dich in die Lage des Anderen zu versetzen und herauszufinden, was neben dem Gesagten, der Person noch wichtig sein könnte. Stelle Dir im Geist die Frage “Was hilft der Person gerade am meisten?”

Wie unterbreche ich richtig?

Wie gehe ich jedoch damit um, wenn mir jemandem das Ohr abkaut? Wenn mir das Zuhören Schwierigkeiten bereitet, weil es sich  z.B. nicht um einen Dialog, sondern um einen Monolog handelt?

Photo von Isaiah Rustad

Versuchs mal mit Folgendem:

 

Zuhören ist für mich die wichtigste Fähigkeit eines guten Gesprächspartners. Zuhören ist eine Kunst die gelernt werden kann. Stille kann man hören und zulassen.

Tun – die Macht des Lächelns

Als Jugendliche erhielt ich ein Geschenk. Ein kleines, selbstgebasteltes Büchlein.  Auf jeder Seite stehen handschriftlich notierte, liebevolle und inspirierende Sätze zum Thema “Lächeln”. Als ich es vor kurzem wieder fand stellte ich mit Erstaunen fest, dass genau dieses von Herzen kommende Lächeln einen Zauber in mein Leben gebracht hat. Es ermöglichte wundervolle Begegnungen und Erlebnisse.

Photo von E. Kartushina auf unsplash

Die Macht des Lächelns

  • Es ist ein Ausdruck des Wohlwollens und der Freude über eine Begegnung mit einem anderen Menschen. Auch wenn es flüchtig ist. Die Sonne geht auf.
  • Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafür, dass Du oder der andere Dein Lächeln erwidert. Lachen ist ansteckend. Man fühlt sich miteinander verbunden, obwohl man sich nicht kennt.
  • Lachen entspannt Deine Gesichtsmuskulatur und unangenehme Gedanken verschwinden. Kannst Du verärgert sein oder drüben Gedanken nachhängen, wenn Du lächelst?  Mit einem Lächeln kannst Du loslassen und wohlwollend aktzeptieren, was Du vielleicht sowieso gerade nicht ändern kannst.
  • Wenn Du lächelst sorgt Dein Gehirn dafür, dass Glückshormone ausgeschüttet werde.
  • Überraschtes und freundliches Lachen entstresst – Dich selbst und andere. Man nimmt sich oder die Situation nicht mehr so wichtig wie vorher.

Alles gute Gründe, es einfach mal auszuprobieren. Ich kann es nur empfehlen.

Auf einer Seite in diesem Büchlein steht:

” Lächle

  • dem Verlassenen zu,
  • dem Schüchternen,
  • dem Betrübten,
  • dem Kranken,
  • dem Jugendlichen,
  • dem Reifen und Betagten,
  • deinen Lieben und Freunden

so daß jedermann sich freue und selbst froh werde durch deine ansteckende Fröhlichkeit!”

Erkenne – Dein Gefühl

Wenn Du ausdrücken willst wie es Dir gerade emotional geht und Dir die Worte fehlen, kannst Du hier nachschlagen.  Echte Emotion, keine gedachte Be- bzw. Verurteilung in richtig oder falsch. “Ich bin” statt “ich denke”. Das Benennen und laut aussprechen von Gefühlen wird Dich selbst entstressen. Im Gespräch mit anderen Menschen wird es eine Brücke schlagen können, da Dein Gesprächspartner oft besser nachvollziehen kann, warum Du wie reagierst.  Gefühl oder Gedanke – probier es hier aus: Quiz Sprache

Angenehme Gefühle

Achtsam, aufmerksam, aufgeregt, ausgeglichen, ausgelassen, begeistert, berührt, bewegt, dankbar, enthusiastisch, erfrischt, erfurchtsvoll, erholt, euphorisch, emotional, entspannt, ergriffen, erregt, elektrisiert, froh, friedvoll, gelassen, geduldig, glücklich, gut gelaunt, inspiriert, interessiert, mutig, neugierig, ruhig, selbstsicher, sensibel, stark, stolz, überrascht, verliebt, voller Bewunderung, voller Energie, voller Tatendrang, voller Vertrauen, voller Zuversicht, zufrieden.

Unangenehme Gefühle

Abwesend, aggressiv, allein, am Ende sein, angespannt, ängstlich,aufgewühlt, ausgelaugt, bedrückt, belastet, besorgt, beschämt, betroffen, beunruhigt, besorgt, demoralisiert, demotiviert, depremiert, desillusioniert, einsam, empfindlich, erschöpft, erschrocken, erschüttert, erbost, frustriert, gekrängt, geschwächt, gelangweilt, genervt, gestresst, hin und hergerissen, irritiert, misstrauisch, mutlos, müde, neidisch, nervös, ohnmächtig, ratlos, sauer, schuldig, traurig, ungeduldig, unruhig, unsicher, unter Strom, unruhig, unzufrieden, verärgert, verletzt, verunsichert, verwirrt, verzweifelt, wütend, zerknirscht, zerstreut, zornig.

Gedanken bzw. Be- oder Verurteilungen

Ich bin hecktisch, hilflos, überfordert oder unterfordert. Ich fühle mich benachteiligt, von jemandem ausgeschlossen, entäuscht (der Andere ist Schuld) oder betrogen, nicht ernst genommen, nicht geliebt, nicht gerecht behandelt, nicht wahrgenommen, übersehen, unscheinbar, vernachlässigt etc. Versuche Be- und Verurteilungen in einem schwierigen Gespräch, ob über andere  oder Dich selbst, zu erkennen und zu vermeiden. Es hilft echte Gefühle auszudrücken. Deine eigenen Gefühle kannst Du verändern, indem Du die tiefer liegenden Ursachen des Gefühls verstehst.

Probiere aus, ob Du Gefühle einfach nur neugierig wahrnehmen und beobachten kannst, ohne Sie in gut oder schlecht einteilen zu muessen. Siehe auch Erforsche Deinen Geist (the work)  oder  Quiz verurteilendes Sprechen

Weitere Gedanken zu diesem Thema findest Du unter Emotionen

Tun – angenehme Emotionen

Stärke Dich. Wähle eines der Gefühle und ein passendes Bild dazu aus, betrachte es ohne die Augen zu fokusieren und lass es auf Deinen Geist und Deinen Körper wirken. Spüre und lächle.

Verbundenheit, Wohlwollen, Dankbarkeit, Liebe, Freude, Vertrauen, Klarheit, Leichtigkeit, Zuversicht.

Freude, Wärme und Leichtigkeit. Goldenes Licht. Es fliesst in Dich und füllt Deinen ganzen Körper. Atme ein, atme aus. Du beginnst von innen heraus zu leuchten. Ein goldene Schimmer umgibt Dich. Jeder Muskel entspannt sich. Du beginnst Dich wohl zu fühlen – Du bist ganz bei Dir im hier und jetzt.

Fühle Dich verbunden mit allem was ist. Erinnere Dich an schöne Begegnungen oder Erlebnisse, die Dein Herz berührt haben. Spüre Dankbarkeit für die kleine Dinge, die Dein Leben so grossartig bereichern. Spüre Wärme und Verbundenheit.

Dein Geist beruhigt sich, er wird klar wie Eis. Abkühlung. Du fühlst Dich geschützt. Leichtigkeit und Klarheit. Das Licht sinkt in Dich ein. Atme Frische ein und Verbrauchtes aus. Spüre wie Dein Geist immer ruhiger und klarer wird.

Die rosa, zarte Farbe umhüllt Dich ganz. Spüre diese liebevolle, pulsierende Kraft, wie sie sich immer mehr verstärkt. Lege Deine Hand auf Dein Herz. Spüre Liebe fliessen. Atme ein, atme aus. Lächle. Nichts bringt Dich aus Deiner Mitte.

Du begibst Dich auf eine sonnige Lichtung. Sie befindet sich an einem friedlichen Ort. Das frische Grün umgibt Dich – spüre wie sich Deine Augen entspannen. Heilende Kraft fliesst in Dich. Frisches Grün – lebendig und belebend. Atme ein, atme aus. Spüre wie gut es Dir tut. Wenn Du soweit bist und es für Dich stimmt, kehre wieder an Deinen jetzigen Ort zurück.

Ein blauer Schutzmantel umhüllt Dich. Pulsierend und lebendig. Fliessend. Liebevoll. Kraftvoll. Nichts kann Dir etwas anhaben. Alles Negative wird ins Positive umgewandelt und an die sendende Quelle zurückgeschickt. Atme diese Kraft ein, atme aus und lasse alles Unangenehme los.

 

 

 

 

 

 

Tun – Vergeben

Vor Jahren entdeckt – und  immer wieder kraftvoll verändernd. Ho’oponopono – ein Hawaiianisches Vergebungsritual. Das Verrückte: Du brauchst nicht zu wissen, was Du vergeben willst. Hast Du einen Konflikt oder es geht Dir schlecht, probier es einfach aus.

ES TUT MIR LEID  – I am so sorry

BITTE VERZEIH MIR – Please forgive me

ICH LIEBE DICH – I love you

DANKE – Thank you

Ziehe Dich zurück. Sprich den Text laut aus und wiederhole ihn mehrfach. Klopfe währendessen die Thymusdruesse und es kann noch kraftvoller wirken. Vergebe Dir selbst und anderen – es  wird Dich freier machen.  Spreche es mehrere Tage immer wieder. Je intensiver und öfters Du es sprichst, um so größer wird die Wirkung sein. Ängste und Blockaden lösen sich, unangenehme Gefühle und Situationen könne sich verändern.

Was ist Dein Wertesystem? Bedürfnisse erkennen!


Bedürfnisse resultieren aus Deinem Wertesystem, das Du entwickelt hast oder dienen schlicht Deinem Überleben. Entdecke, was Dir persönlich am Wichtigsten ist.

Photo von Eli Defaria auf unsplash

Du kannst Dein Wertesystem und Deine Bedürnisse erforschen um herauszufinden, warum Du mit bestimmten Personen mehr Schwierigkeiten hast als mit anderen oder um in einer bestimmten Situation, etwas zur Sprache zu bringen. Erst damit kann sich etwas verändern (siehe Konflikte ansprechen und lösen oder auch Bedürfnisse).

Scrolle durch die Liste von ca. 120 Begriffen während Du an Dich oder die Person in einer konkreten Situation denkst.

Erstelle Deine persönliche Prioritätenliste. Notiere Dir die für Dich Wichtigsten und reduziere die Liste bis nur wenige übrig bleiben. Um einen Konflikt ansprechen zu können, reduziere die Liste auf den wichtigsten Wert, der von der anderen Person verletzt wurde. Dann ergänze eine kongrete Handlung, um die Du die Person bitten kannst.

  1. Abwechslung

  2. Aktivität

  3. Anerkennung

  4. Akzeptanz

  5. Aufrichtigkeit

  6. Austausch

  7. Authentisch sein

  8. Autonomie

  9. Aus Fehlern lernen können (Den Mut besitzen Fehler zu machen)

  10. Balance von

    1. Arbeit und Freizeit

    2. Geben und nehmen

    3. Sprechen und zuhören

  11. Aktiv sein und ausruhen etc

  12. Bewegung

  13. Bewusstheit

  14. Beständigkeit

  15. Bildung

  16. Disziplin

  17. Effektivität

  18. Ehrlichkeit

  19. Einfachheit

  20. Einfühlsamkeit

  21. Engagement

  22. Entspannung

  23. Entwicklung

  24. Erfolg

  25. Ernstgenommen werden

  26. Feiern

  27. Flexibilität

  28. Freiheit

  29. Freizeit

  30. Freude bereiten

  31. Freundlicher Umgang

  32. Freundschaft

  33. Frieden

  34. Gastfreundschaft

  35. Geborgenheit

  36. Gehört werden

  37. Gesehen werden

  38. Gelassenheit

  39. Genießen

  40. Gesundheit

  41. Gemeinschaftssinn

  42. Gleichwertigkeit

  43. Glückwunsch

  44. Großzügigkeit

  45. Harmonie

  46. Herausforderung

  47. Hilfsbereitschaft

  48. Humor

  49. Identität

  50. Initiative

  51. Innerer Friede

  52. Identität

  53. Inspiration

  54. Kultur

  55. Kompentenz

  56. Konfliktfähigkeit

  57. Kongruenz

  58. Kontakt

  59. Kommunikation

  60. Kraft

  61. Kreativität

  62. Lebensfreude

  63. Lebenserhalt

  64. Liebe

  65. Menschlichkeit

  66. Mitgefühl/Verständnis

  67. Mitgestalten

  68. Mut

  69. Nähe

  70. Natur

  71. Offenheit

  72. Optimismus

  73. Originalität

  74. Ordnung

  75. Partnerschaftlicher Umgang

  76. Privatsphäre

  77. Pünktlicheit

  78. Raum für persönlichen Ausdruck

  79. Respekt (das Benennen von Fakten und die Bitte um konkrete Handlungen ist hier wichtig)

  80. Ruhe

  81. Rücksichtnahme

  82. Schutz

  83. Selbstbestimmung

  84. Selbstrespekt

  85. Selbstverantwortung

  86. Selbstvertrauen

  87. Selbstverwirklichung

  88. Sexualität

  89. Sicherheit

  90. Sinnhaftigkeit

  91. Soziales Engagement

  92. Spiritualität

  93. Sport

  94. Stärke

  95. Struktur

  96. Tatkraft

  97. Tiefe

  98. Toleranz

  99. Unterstützung

  100. Verantwortlichkeit

  101. Verbundenheit

  102. Vergnügen

  103. Verständigung

  104. Verlässlichkeit

  105. Vielfalt

  106. Vertrauen

  107. Umweltschutz

  108. Umweltbewusstsein

  109. Vorwärtskommen

  110. Persönliches Wachstum

  111. Wahrgenommen werden

  112. Wärme

  113. Weitblick

  114. Wertschätzung

  115. Wirtschaftliche Sicherheit

  116. Wissen wo man dran ist

  117. Würde behalten

  118. Zeit sinnvoll nutzen

  119. Zeit effektiv nutzen

  120. Zentriertheit

  121. Zielstrebigkeit

  122. Zugehörigkeit

Die Liste hat nicht die Absicht vollständig zu sein, deckt jedoch bereits sehr viel ab. Sie ist angelehnt an Ingrid Holler’s Liste in Ihrem Buch “Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation”

Tun – Erste Hilfe – Emotion

Phot von Katarzyna Kos auf unsplash

Photo von Katarzyna Kos

(mehr …)

Erforsche Deinen Geist (The Work)

Kennst Du das auch? Ereignisse machen Dich wütend, ärgerlich, frustrieren Dich oder machen Dich traurig. Du beginnst zu verurteilen oder wirst übellaunig. Die Gedanken drehen sich im Kreis, ziehen Dich herunter und machen Dich fertig.

Katie Byron hat durch eigene, schmerzhafte Erfahrungen einen Weg gefunden, den Geist zu nutzen, um unangenehme Situationen längerfristig für Dich positiv zu verwandeln. Je häufiger Du im Nachhinein diese Methode anwendest, werden die Ergebnisse immer erstaunlicher und besser.

Die Essenz Ihrer Vorgehensweise habe ich in folgenden Punkten für Dich zusammengefasst:

Die Situation

Denke an eine Situation, in der Du unangenehme Emotionen hattest. Du warst vielleicht traurig, hilflos, enttäuscht oder wütend auf Andere oder auf Dich selbst.

Notiere Dir dazu wenige Antworten auf folgende Fragen:

    1. Was oder wer stört Dich und was möchtest Du was geschieht?
    2. Was denkst Du wie der Andere ist oder sein sollte? 
    3. Was möchtest Du für Dich was passiert?

Stelle Dir 4 Fragen zu Deiner „Geschichte“:

    1. Ist sie wahr?
    2. Kannst Du 100 % wissen, dass es wahr ist?
    3. Schließe die Augen und fühle. Frage Dich: was passiert in meinem Körper, wenn ich das glaube oder denke? Und frage weiter:
    4. Was wäre ich ohne diese Gedanken? Wie ging es mir dann?

Kehre Deine Aussagen um:

Nachdem Du Dir Zeit genommen hast die Fragen zu beantworten,  nimm die Antworten (Punkt 2 und 3 der Geschichte) und kehre sie ins Gegenteil um. Damit kannst Du hinter weitere mögliche Erkenntnisse kommen. Wie wirken die neuen Aussagen dann auf Dich? Überlege was daran wahr sein könnte.

Perspektivenwechsel

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Ich sollte besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam „ verwandelt sich in „die Anderen sind zu langsam, weil..“

Verneinen

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „ Peter sollte nicht besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „Ich bin nicht zu langsam, weil.. Oder „Die Anderen oder ich sind nicht zu langsam, weil…“

Ins Gegenteil verwandeln

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Peter sollte mehr sprechen, weil“..
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „ich bin zu schnell oder die Anderen sind zu schnell, weil“?
Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Dabei geht es nicht um Schuld oder Verurteilung, sondern es soll bewusst machen, was im Kopf alles passiert und um die Auswirkungen auf Dich zu bemerken, in dem man es beginnt zu fühlen. Wie Du Gesagtes oder Handlungen durch deine Brille wahr nimmst. Durch den Perspektivenwechsel nutzt Du Deinen Geist, um eine Situation genauer und vielschichtiger zu betrachten. Du kann so erkennen was Du ändern könntest. Mehr Anschauungsmaterial findest Du in den Orginal Youtube Videos von Katie Byron.

Tun – Meditation

Das ist gar nix für mich, ich kann (will?) nicht einfach nur ruhig da sitzen. Langweilig. Das ist mir zu mystisch oder spirituell, das bin ich nicht. Stimmt das denn? Was wäre, wenn Meditation Dir hilft viel konzentrierter zu sein, Stress besser zu bewältigen und damit besser zu schlafen?

Wenn es in der Hektik der Zeit und den vielen Herausforderungen hilft Deinen Geist zu beruhigen und Du so effizienter werden kannst?  Deine Gedächtnisleistung erhöht sich. Durch diese Art der Achtsamkeitsübung  wirst Du aufmerksame und kreativer beim Lösen von Problemen. Durch Meditation übst Du Deine Gedanken zu beobachten. Neurowissenschaften haben die positive Wirkung regelmässiger Meditationspraxis bereits bestätigt. Wenn Du achtsamer bezüglich Deiner mentalen Zustände oder Erlebnissen wirst, kann Dich das in die Lage versetzten, die Zeit zwischen einem Ereignis und Deiner vielleicht heftigen Reaktion darauf zu verlängern. Es entsteht eine Lücke, in der Du eine Wahl treffen kannst, wie Du reagieren möchtest. 90 Sekunden sind zu überbrücken, in der Dein Körper reflexartig reagiert. Danach ist es Deine Wahl, ob Du Deinem spontanen Gefühl nachgibst und auslebst oder anders reagierst.

Um Erfolge zu spüren bzw. Veränderungen zu bewirken, ist es wirklich wichtig regelmässig zu üben. Im Sport ist es auch nicht anders. Es kann so zur lieb geworden Gewohnheit werden, die bleibt. Täglich 10 Minuten konzentriert meditieren reicht. Mach es für mindestens 3 Wochen. Am Besten ist die Wirkung jedoch nach 8 Wochen. Je länger der Zeitraum, je  deutlicher sind die Ergebnisse, die Du spüren wirst.

Das Abschweifen der Gedanken, z.B. weg vom Atem, ist total normal. Das Zurückholen ins Hier und Jetzt ist genau dass, was Du damit übst. Füge es in alltägliche Situationen ein z.B. bei einem Stau im Autoverkehr, im Supermarkt an der Kasse oder bei der Arbeit. Es dort zu nutzen, und nicht auf einem Meditationskissen, wird Dich weiter bringen. Achte auf Deine Technik und darauf, dass Du beim Meditieren zwar entspannt aber wach und aufmerksam bleibst.

Ich begann mit geführten Meditation.  Der gesprochene Text half mir vieles aus meinem Inneren heraus zu entdecken. Es ist wichtig die Stimme und den Sprachstil zu mögen. Meditationen stärken mich, beruhigen mich, sie „streicheln“ meine Seele. Sie inspirieren mich, da Raum entsteht in dem sich etwas entwickeln kann. Nach einer Meditation geht es mir immer besser als davor. Ich nehme mir die Zeit, probiere und übe ohne ein Ziel zu verfolgen.

Für mich ist Meditation sich auf eine “Sache” zu konzentrieren und damit auf sich selbst. In die Stille gehen. Auf den Atem achten und beobachten, wie er ein und aus fliesst. Ganz im Jetzt sein. Betrachte etwas Schönes, eine Blume, eine Kerze, ein schöner Edelstein, ohne darüber nachzudenken und spüre Deine Empfindungen von Kopf bis Fuss. Hören, zuhören ohne zu sprechen. Gehen ohne zu sprechen oder dabei an andere Dinge zu denken. Langsam bewusst zu essen ohne zu sprechen. Es gibt viele Arten, die Du ausprobieren kannst. Es ist keine Frage des “Zeit-Habens” oder des “Könnens”, sondern des Probierens.

Als ich die für mich richtigen Meditationen fand, fing ich an mir ein Einschlafen oder gedankliches Abschweifen zu erlauben. Auch wenn dies bedeutete nicht zu meditieren. Es wird irgendwann auch anders sein. Vielleicht will mein Unterbewusstsein daran arbeiten. Eine aufrechte Sitz-Haltung, in der Du frei atmen kannst, verhindert das Einschlafen. Bemerkst Du es, versuche tief ein und auszuatmen.

Je nach Typ kannst Du es zum Morgenritual werden lassen, wenn alles noch still ist. Ein wundervoller Start in den Tag. Abends kann es der perfekte Abschluss des Tages werden, um danach seelig einzuschlafen. Suche Dir dafür einen angenehmen Platz an dem Du ungestört sein kannst, aufmerksam wach bleibst und Dich wohl fühlst. Du kannst Deine Augen schliessen. Wenn es für Dich angenehmer ist, kannst Du sie auch nur leicht geschlossen halten und den Blick senken ohne zu fokusieren.  Sorge gut für Dich.

Wenn es Dir geht wie mir, dann möchtest Du mehr davon. 30 Minuten werden plötzlich zum Augenblick.

Beginne mit dem Atmen, just breathe und es wird kinderleicht.

Du kannst folgende Übungen ausprobieren. Sie sind von SIYLI – Search Inside Yourself Leadership Institute.

Ein wunderbarer technischer Helfer ist eine App, die ich im Abschnitt “Blog” und “Wegbegleiter” beschreibe  Achtsamkeit üben mit “Calm”

3 Achtsame Atemzüge (2 Minuten)

Fokussierte Aufmerksamkeit und offenes Gewahrsein (7 Minuten)

 

 

Erforschen (Achtsamkeit)

Achtsamkeit durch Körperarbeit

Ich war zu einer Wochenend-Verantstaltung der besonderen Art in Berlin eingeladen. Ein Werkstatt-Tag der Heinrich Jacoby Elsa Gindler Stiftung. Es hat mir einen Eindruck davon verschafft, welche Möglichkeiten es gibt, über den Körper achtsamer zu werden. Es begann mit der Wahrnehmung des Körpers und seiner Bewegungen im Raum. Probiert man länger, kann sich eine tiefer greifende Wirkungen entfalten.

Mein Verständnis:

  • Vermeide Deine gedankliche Vorstellungskraft, sondern spüre.
  • Vergesse was Du über Bewegung gelernt hast, sondern spüre.
  • Es braucht keine Theorien, sonder probiere,spüre und lerne.

Das Ergebnis:

  • Erfrischt sein durch mein tägliches Tun statt zu Ermüden.
  • Erlangen von mehr Wohlbefinden und Gesundheit.
  • Entstehen von harmonischeren Verbindungen zu Anderen aber auch zu sich selbst.

Ein Beispiel des Probierens ist das bewusste Liegen: Wie liege ich, wo am Körper spüre ich den Boden. Liege ich ganz auf dem Boden, oder gibt es Hohlräume? Wenn ich mich bewege, was passiert da genau? Wo ist es schwieriger, wo fühlt es sich leichter an, ist es vielleicht irgendwo im Körper enger geworden? Kann ich den Boden nutzen? Stützt bzw. trägt er mich? Lasse ich es zu?

photo by Nathan Fertig on unsplash

Es gibt Gruppen, die sich regelmässig und schon seit Jahren treffen und anhand eine Aufgabenstellung (Übung) gemeinsam – aber doch jeder für sich – herausfinden und “probieren”. Mein Freund sagt immer wieder, dass es sich dabei um keine Methode oder Technik handelt, die man lehren kann.

Ich habe es zunächt nicht verstanden, warum es keine Methode sein soll. Vielleicht, weil man probieren sollte, jeder  anders empfindet und hauptsächlich vergessen sollte. Vergessen wie man z.B. steht, geht oder liegt. Und Vergessen ist nicht wirklich eine Methode, oder? Einige Aufgaben, die wir gemeinsam machten, mache ich immernoch. Wenn ich meine Gedanken nicht beruhigen kann, lege ich mich auf den Boden und spüre wie ich liege, wie es geht, wenn ich einen Finger ganz langsam versuche zu heben, wie es geht den Arm zu heben. Kleinste Bewegungen, Milimeterarbeit.

Für meinen Freund war dieses Tun lebensverändernd und wurde zu einem wichtigen Bestandteil seines Lebens. Es war für ihn ein hilfreicher Wendepunkt. Ich verstehe das sehr gut.

Achtsamkeit durch Meditation

Achtsamkeit kann auch  durch eine geistige Schulung erworben werden. Es wird mir vieles bewußter und mein Geist lernt viel konzentrierter zu sein, gleichzeitig werde ich auch ruhiger. Siehe  Tun – Meditation

Quiz Streit/Konflikt

Quiz Verurteilendes Sprechen

In folgendem Quiz kannst Du testen, ob Du zwischen be- bzw. verurteilendes Sprechen und Fakten unterscheiden kannst. Mehr unter klug gefragt

Quiz Sprache

Du kannst hier für Dich entdecken, wie schmal der Grad sein kann. Ist es ein verurteilender Gedanke oder ein Gefühl, das ausgedrückt wird. Mehr Informationen unter Das Leben – der Geist

 

 

 

Quiz Wohnen

Der Haus- oder Wohnungsstil hat einen Einfluss auf die Bewohner, wie die Kleidung, die man trägt.