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Erforsche Deinen Geist (The Work)

Kennst Du das auch? Ereignisse machen Dich wütend, ärgerlich, frustrieren Dich oder machen Dich traurig. Du beginnst zu verurteilen oder wirst übellaunig. Die Gedanken drehen sich im Kreis, ziehen Dich herunter und machen Dich fertig.

Katie Byron hat durch eigene, schmerzhafte Erfahrungen einen Weg gefunden, den Geist zu nutzen, um unangenehme Situationen längerfristig für Dich positiv zu verwandeln. Je häufiger Du im Nachhinein diese Methode anwendest, werden die Ergebnisse immer erstaunlicher und besser.

Die Essenz Ihrer Vorgehensweise habe ich in folgenden Punkten für Dich zusammengefasst:

Die Situation

Denke an eine Situation, in der Du unangenehme Emotionen hattest. Du warst vielleicht traurig, hilflos, enttäuscht oder wütend auf Andere oder auf Dich selbst.

Notiere Dir dazu wenige Antworten auf folgende Fragen:

    1. Was oder wer stört Dich und was möchtest Du was geschieht?
    2. Was denkst Du wie der andere oder Du bist?
    3. Was möchtest Du für Dich was passiert?

Stelle Dir 4 Fragen zu Deiner „Geschichte“:

    1. Ist sie wahr?
    2. Kannst Du 100 % wissen, dass es wahr ist?
    3. Schließe die Augen und fühle. Frage Dich: was passiert in meinem Körper, wenn ich das glaube oder denke? Und frage weiter:
    4. Was wäre ich ohne diese Gedanken? Wie ging es mir dann?

Kehre Deine Aussagen um:

Nachdem Du Dir Zeit genommen hast die Fragen zu beantworten,  nimm die Antworten (Punkt 2 und 3 der Geschichte) und kehre sie ins Gegenteil um. Damit kannst Du hinter weitere mögliche Erkenntnisse kommen. Wie wirken die neuen Aussagen dann auf Dich? Überlege was daran wahr sein könnte.

Perspektivenwechsel

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Ich sollte besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam „ verwandelt sich in „die Anderen sind zu langsam, weil..“

Verneinen

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „ Peter sollte nicht besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „Ich bin nicht zu langsam, weil.. Oder „Die Anderen oder ich sind nicht zu langsam, weil…“

Ins Gegenteil verwandeln

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Peter sollte mehr sprechen, weil“..
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „ich bin zu schnell oder die Anderen sind zu schnell, weil“?
Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Dabei geht es nicht um Schuld oder Verurteilung, sondern es soll bewusst machen, was im Kopf alles passiert. Wie Du Gesagtes oder Handlungen durch deine Brille wahr nimmst. Durch den Perspektivenwechsel nutzt Du Deinen Geist, um eine Situation genauer und vielschichtiger zu betrachten. Du kann so erkennen was Du ändern könntest. Mehr Anschauungsmaterial findest Du in den Orginal Youtube Videos von Katie Byron.

Tun (Meditation)

Das ist gar nix für mich, ich kann (will?) nicht einfach nur ruhig da sitzen, das ist mir zu spirituell, das bin ich nicht. Stimmt das denn? Was wäre, wenn Meditation Dir hilft viel konzentrierter zu werden? 

Wenn es in der Hektik der Zeit und den vielen Herausforderungen hilft Deinen Geist zu beruhigen und Du so effizienter werden kannst? Wenn Du achtsamer bezüglich Deiner mentalen Zustände oder Erlebnissen wirst, kann Dich das in die Lage versetzten, die Zeit zwischen einem Ereignis und Deiner vielleicht heftigen Reaktion zu verlängern.

Ich begann mit geführten Meditation.  Der gesprochene Text half mir vieles aus meinem Inneren heraus zu entdecken. Die Stimme und den Sprachstil zu mögen ist wichtig. Meditationen stärken mich, beruhigen mich, sie „streicheln“ meine Seele. Sie inspirieren mich, da Raum entsteht in dem sich etwas entwickeln kann. Nach einer Meditation geht es mir immer besser als davor. Ich nehme mir die Zeit, probiere und übe ohne ein Ziel zu verfolgen. Als ich die für mich richtigen Meditationen fand, fing ich an mir ein Einschlafen oder gedankliches Abschweifen zu erlauben. Es wird irgendwann auch anders sein. Vielleicht will mein Unterbewusstsein daran arbeiten.

Für mich ist Meditation sich auf eine Sache zu konzentrieren. In die Stille gehen. Auf den Atem achten. Ganz im Jetzt sein. Betrachte etwas Schönes, eine Blume, eine Kerze, ein schöner Edelstein, ohne darüber nachzudenken und spüre Deine Empfindungen von Kopf bis Fuss. Hören, zuhören ohne zu sprechen. Gehen ohne zu sprechen und dabei an andere Dinge zu denken. Langsam bewusst zu essen ohne zu sprechen. Es gibt viele Arten, die Du ausprobieren kannst. Es ist keine Frage des „Zeit-Habens“ oder des „Könnens“, sondern des Probierens.

Je nach Typ kannst Du es zum Morgenritual werden lassen, wenn alles noch still ist. Ein wundervoller Start in den Tag. Abends kann es der perfekte Abschluss des Tages werden, um danach seelig einzuschlafen. Suche Dir dafür einen angenehmen Platz an dem Du ungestört sein kannst und Dich wohl fühlst. Du kannst Deine Augen schliessen. Wenn es für Dich angenehmer ist, kannst Du sie auch nur leicht geschlossen halten und den Blick senken ohne zu fokusieren.  Sorge gut für Dich.

Wenn es Dir geht wie mir, dann möchtest Du mehr davon. 30 Minuten werden plötzlich zum Augenblick.

Beginne mit dem Atmen, just breathe und es wird kinderleicht.

Du kannst folgende Übungen einfach mal ausprobieren. Sie sind von SIYLI – Search Inside Yourself Leadership Institute.

3 Achtsame Atemzüge (2 Minuten)

Fokussierte Aufmerksamkeit und offenes Gewahrsein (7 Minuten)

 

 

Erforschen (Achtsamkeit)

Achtsamkeit durch Körperarbeit

Ich war zu einer Wochenend-Verantstaltung der besonderen Art in Berlin eingeladen. Ein Werkstatt-Tag der Heinrich Jacoby Elsa Gindler Stiftung. Es hat mir einen Eindruck davon verschafft, welche Möglichkeiten es gibt, über den Körper achtsamer zu werden. Es begann mit der Wahrnehmung des Körpers und seiner Bewegungen im Raum. Probiert man länger, kann sich eine tiefer greifende Wirkungen entfalten.

Mein Verständnis:

  • Vermeide Deine gedankliche Vorstellungskraft, sondern spüre.
  • Vergesse was Du über Bewegung gelernt hast, sondern spüre.
  • Es braucht keine Theorien, sonder probiere,spüre und lerne.

Das Ergebnis:

  • Erfrischt sein durch mein tägliches Tun statt zu Ermüden.
  • Erlangen von mehr Wohlbefinden und Gesundheit.
  • Entstehen von harmonischeren Verbindungen zu Anderen aber auch zu sich selbst.

Ein Beispiel des Probierens ist das bewusste Liegen: Wie liege ich, wo am Körper spüre ich den Boden. Liege ich ganz auf dem Boden, oder gibt es Hohlräume? Wenn ich mich bewege, was passiert da genau? Wo ist es schwieriger, wo fühlt es sich leichter an, ist es vielleicht irgendwo im Körper enger geworden? Kann ich den Boden nutzen? Stützt bzw. trägt er mich? Lasse ich es zu?

photo by Nathan Fertig on unsplash

Es gibt Gruppen, die sich regelmässig und schon seit Jahren treffen und anhand eine Aufgabenstellung (Übung) gemeinsam – aber doch jeder für sich – herausfinden und „probieren“. Mein Freund sagt immer wieder, dass es sich dabei um keine Methode oder Technik handelt, die man lehren kann.

Ich habe es zunächt nicht verstanden, warum es keine Methode sein soll. Vielleicht, weil man probieren sollte, jeder  anders empfindet und hauptsächlich vergessen sollte. Vergessen wie man z.B. steht, geht oder liegt. Und Vergessen ist nicht wirklich eine Methode, oder? Einige Aufgaben, die wir gemeinsam machten, mache ich immernoch. Wenn ich meine Gedanken nicht beruhigen kann, lege ich mich auf den Boden und spüre wie ich liege, wie es geht, wenn ich einen Finger ganz langsam versuche zu heben, wie es geht den Arm zu heben. Kleinste Bewegungen, Milimeterarbeit.

Für meinen Freund war dieses Tun lebensverändernd und wurde zu einem wichtigen Bestandteil seines Lebens. Es war für ihn ein hilfreicher Wendepunkt. Ich verstehe das sehr gut.

Quiz Streit/Konflikt

Quiz Verurteilendes Sprechen

In folgendem Quiz kannst Du testen, ob Du zwischen be- bzw. verurteilendes Sprechen und Fakten unterscheiden kannst. Mehr unter klug gefragt

Quiz Sprache

Du kannst hier für Dich entdecken, wie schmal der Grad sein kann. Ist es ein verurteilender Gedanke oder ein Gefühl, das ausgedrückt wird. Mehr Informationen unter Das Leben – der Geist

 

 

 

Quiz Wohnen

Der Haus- oder Wohnungsstil hat einen Einfluss auf die Bewohner, wie die Kleidung, die man trägt.