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Empathie verändert unsere Welt

Gabriel Matula Unsplash

Photo von Gabriel Matu

Empathie ist die „Zutat“ zur Konfliktlösung. Unangenehme Emotionen und Ich-Bezogenheit,  das Abgetrenntsein vom Anderen, führen zu Angriff oder Trennung und Isolation. Für den Menschen als Beziehungswesen ist dies langfristig nicht zu ertragen, wenn er sich nicht in einer der vielen Gruppen zugehörig und aufgehoben fühlt. Er wird krank. Eine heutige Tendenz? Teilen wir alles in Gruppen ein? Und ist dies nicht die Lösung unserer Probleme? Das Bilden einer einzigen Gruppe durch eine Globaliserung der Menschlichkeit?

Nach unangenehme Erlebnissen oder Konflikten hilft die Fähigkeit zur Empathie wieder mit Anderen ins Gespräch gehen zu können. Sobald man den Anderen als Menschen anerkennt und erkennt, sich dies bewusst macht, verändert sich alles. Wenn man erkennt, dass der Andere ein Mensch wie Du und ich ist, der Gefühle und Träume hat und einfach nur glücklich sein will. Dieses Bewusstsein versetzt Dich in die Lage wertschätzend und respektvoll zu handeln. Sich in die Lage des Anderen hineinzuversetzten bzw. offen dafür zu bleiben ist eine Grundvoraussetzung. Siehe auch Was ist Empathie

Empathie ist grundsätzlich erlern- und trainierbar. Wenn dies in der Kindheit nicht möglich war, kann man es später erwerben. Ein Muskel-Training der Seele.  Es braucht dazu die Offenheit und manchmal auch den Mut zur Selbstwahrnehmung. Die Selbstwahrnehmung kann ich mit Hilfe von Übungen der Achtsamkeit (siehe Tun (Meditation) oder Erforschen (Achtsamkeit)  erwerben. Entwickelt man das Bewusstsein, dass der Andere, genau wie ich, ein Mensch mit Gefühlen, Werten und Bedürfnissen ist, entwickelt sich Emapthie. Das Fitnessprogramm für’s Zwischenmenschliche. Es kommt zu Gesprächen, die etwas zum Positiven wenden können (Gute Gesprächspartner, siehe Blog – Klug gefragt) Manche erscheinen talentierter als Andere – es liegt meiner Meinung nach lediglich am richtigen „Training“ und am „Trainer“, ob von Kindesbeinen an oder auch später. Es gibt seltene Ausnahmen, mit denen man umgehen kann, wenn man es erkennt (siehe unten).

Was blockiert Empathie?

Bedürnisse bzw. Werte, die einem selbst wichtig sind, werden von der anderen Person oder einer  kompletten Gruppe nicht respektiert und dadurch verletzt. Wenn ich dies nicht tolerieren kann ( z.B. Grundbedürfnisse nach Liebe oder Sicherheit, Freiheit bzw Selbstbestimmtheit), ist es es nicht leicht auf den anderen zuzugehen. Wie kann es trotzdem gehen? Sprechen im Konflikt Siehe auch Das Leben und Bedürfnisse.

Photo von Olga Guryanova auf unsplash

Die Person ist nicht Teil meiner „Gruppe“. Durch Handlungen oder Worte vom Anderen entstehen Gedanken, die nicht mehr reinen Fakten entsprechen, sondern moralisch verurteilend sind. Empathisch zu sein fällt dann schwer.

Fehlende Toleranz fürs“Anders sein“, da man in richtig oder falsch einteilt. Schwarz weiss macht das Leben einfacher aber auch so richtig langweilig einseitig. Es gibt Situationen, die ein „Agree to Disagree“ als Resultat verlangen. Unterschiedlicher Meinung zu sein und trotzdem miteinander glücklich zu leben kann und sollte möglich sein. Es fördert die Vielfalt und damit ermöglicht es uns sich gegeneitig zu inspirieren. Es kann etwa Neues und viel Schöneres entstehen. Nie aufzuhören miteinander zu sprechen ist so wichtig. Auch der Zeitpunkt des Gesprächs ist entscheidend. Er bestimmt oft, ob ein Gespräch erfolgreich ist oder nicht – wenn nicht, sollte man es vertagen.

Ein übergrosses Bedürfnis nach Harmonie, könnte dazu führen nicht mehr in einen Konflikt gehen zu können. Dies führt wiederum zu niedriger Selbst-Empathie. Man bemerkt gar nicht, was man sich damit antut. Erforsche die Ursachen. Vielleicht liegen sie darin einen übersteigerten Wunsch danach zu haben, von Anderen geliebt zu werden.

Fehlende Fähigkeit und Geduld zuhören zu können – Ich-Bezogenheit, man nimmt den Anderen nicht mehr wahr.

Fehlende Fähigkeit  zu verzeihen oder darum zu bitten. Die Verletzung ist sehr gross. Probier doch mal folgendes aus: Ein altes Vergebungsritual

Die 4 Gründe warum man auf den anderen nicht  mehr zugehen kann: 1. Kritik/Vorwürfe 2. Vergleiche 3. Für sein Handeln die Verantwortung nicht übernehmen 4. Forderungen stellen. Mehr unter Sprechen im Konflikt

 

Gibt es ein zu viel an Empathie?

Das sehe ich nicht so. Es gibt vielmehr eine zu geringe Selbstwahrnehmung und Selbst-Empathie. Viele schauen immer auf den Anderen oder denken die Anderen haben Schuld. Tun wir mal was ganz Verrücktes. Übernehmen wir einfach mal die Verantwortung für das eigene Verhalten.

3 Finger

Photo von Johannes w auf unsplash. 3 Finger zeigen immer auf einen selbst

Es wird helfen auf den Anderen zugehen zu können. Verhalte ich mich empathisch der andere Person gegenüber, konzentriere ich mich auf die Bedürfnisse der anderen Person und helfe Ihr diese zu erkennen und etwas zu verändern. Kümmere ich mich aber zu wenig um mich selbst, habe ich schon beobachtet, dass man durch zu viel Fremd-Emapthie leidet. Man sollte sich darüber klar werden welche Bedürfnisse dazu führen, dass man zulässt, dass es zum Ungleichgewicht von Geben und Nehmen kommt. Man kann dann mit der Personen darüber sprechen was einem wichtig ist oder beginnen sich vor solchen Situationen zu schützen. Ich schaue mir z.B. keine Horror Filme an und bei Krimis bin ich wählerisch, weil ich zu stark im Geschehen bin und mitleide. Siehe auch Sprechen in Konfliktsituationen

Selbst-Empathie ist wichtig und gesund und hat nichts mit Egoismus zu tun. Egoismus ist eine auf sich Bezogenheit, die kein Gleichgewicht von Geben und Nehmen kennt.

Gibt es Menschen, die beeinträchtigt empathisch reagieren können?

Ja – wenn ich nicht in der Lage bin non-verbale Kommunikation zu verstehen, um mit Menschen zu interagieren bzw. mich erblich bedingt nicht in den Anderen hineinversetzen kann (Autismus, Asperger Syndrom). Diese Personen werden als „schräg“ empfunden. Es bedrifft nur ein kleinen Bruchteil der Bevölkerung – auch damit kann man lernen umzugehen. Informiere Dich, wenn Du glaubst selbst dazuzugehören.

Wie geht Selbst-Empathie?

Sorge gut für Dich. Wenn unangenehme Emotionen wie z.B. Angst, Wut, Zorn, Scham- oder Schuldgefühle Dich gefangen halten, hilft es Zeit zu gewinnen. Betrachte es als Übung. „How interesting“.  Das Gesagte kannst Du so aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten, Dein Verhalten verändern und dadurch neue und verändernde Erfahrungen sammeln.

 

Tun – Vergeben

Vor Jahren endeckt – und  immer wieder kraftvoll verändernd. Ho’oponopono – ein Hawaiianisches Vergebungsritual. Das Verrückte: Du brauchst nicht zu wissen, was Du vergeben willst. Hast Du einen Konflikt oder es geht Dir schlecht, probier es einfach aus.

ES TUT MIR LEID  – I am so sorry

BITTE VERZEIH MIR – Please forgive me

ICH LIEBE DICH – I love you

DANKE – Thank you

Ziehe Dich zurück. Sprich den Text laut aus und wiederhole ihn mehrfach. Klopfe währendessen die Thymusdruesse und es kann noch kraftvoller wirken. Vergebe Dir selbst und anderen – es  wird Dich freier machen.  Spreche es mehrere Tage immer wieder. Je intensiver und öfters Du es sprichst, um so größer wird die Wirkung sein. Ängste und Blockaden lösen sich, unangenehme Gefühle und Situationen könne sich verändern.

Was ist Dein Wertesystem? Bedürfnisse erkennen!


Bedürfnisse resultieren aus Deinem Wertesystem, das Du entwickelt hast oder dienen schlicht Deinem Überleben. Entdecke, was Dir persönlich am Wichtigsten ist.

Photo von Eli Defaria auf unsplash

Du kannst Dein Wertesystem und Deine Bedürnisse erforschen um herauszufinden, warum Du mit bestimmten Personen mehr Schwierigkeiten hast als mit anderen oder um in einer bestimmten Situation, etwas zur Sprache zu bringen. Erst damit kann sich etwas verändern (siehe Konflikte ansprechen und lösen oder auch Bedürfnisse).

Scrolle durch die Liste von ca. 120 Begriffen während Du an Dich oder die Person in einer konkreten Situation denkst.

Erstelle Deine persönliche Prioritätenliste. Notiere Dir die für Dich Wichtigsten und reduziere die Liste bis nur wenige übrig bleiben. Um einen Konflikt ansprechen zu können, reduziere die Liste auf den wichtigsten Wert, der von der anderen Person verletzt wurde. Dann ergänze eine kongrete Handlung, um die Du die Person bitten kannst.

  1. Abwechslung

  2. Aktivität

  3. Anerkennung

  4. Akzeptanz

  5. Aufrichtigkeit

  6. Austausch

  7. Authentisch sein

  8. Autonomie

  9. Balance von

    1. Arbeit und Freizeit

    2. Geben und nehmen

    3. Sprechen und zuhören

  10. Aktiv sein und ausruhen etc

  11. Bewegung

  12. Bewusstheit

  13. Beständigkeit

  14. Bildung

  15. Disziplin

  16. Effektivität

  17. Ehrlichkeit

  18. Einfachheit

  19. Einfühlsamkeit

  20. Engagement

  21. Entspannung

  22. Entwicklung

  23. Erfolg

  24. Ernstgenommen werden

  25. Feiern

  26. Flexibilität

  27. Freiheit

  28. Freizeit

  29. Freude bereiten

  30. Freundlicher Umgang

  31. Freundschaft

  32. Frieden

  33. Gastfreundschaft

  34. Geborgenheit

  35. Gehört werden

  36. Gesehen werden

  37. Gelassenheit

  38. Genießen

  39. Gesundheit

  40. Gemeinschaftssinn

  41. Gleichwertigkeit

  42. Glückwunsch

  43. Großzügigkeit

  44. Harmonie

  45. Herausforderung

  46. Hilfsbereitschaft

  47. Humor

  48. Identität

  49. Initiative

  50. Innerer Friede

  51. Identität

  52. Inspiration

  53. Kultur

  54. Kompentenz

  55. Konfliktfähigkeit

  56. Kongruenz

  57. Kontakt

  58. Kommunikation

  59. Kraft

  60. Kreativität

  61. Lebensfreude

  62. Lebenserhalt

  63. Liebe

  64. Menschlichkeit

  65. Mitgefühl/Verständnis

  66. Mitgestalten

  67. Mut

  68. Nähe

  69. Natur

  70. Offenheit

  71. Optimismus

  72. Originalität

  73. Ordnung

  74. Partnerschaftlicher Umgang

  75. Privatsphäre

  76. Pünktlicheit

  77. Raum für persönlichen Ausdruck

  78. Respekt (das Benennen von Fakten und die Bitte um konkrete Handlungen ist hier wichtig)

  79. Ruhe

  80. Rücksichtnahme

  81. Schutz

  82. Selbstbestimmung

  83. Selbstrespekt

  84. Selbstverantwortung

  85. Selbstvertrauen

  86. Selbstverwirklichung

  87. Sexualität

  88. Sicherheit

  89. Sinnhaftigkeit

  90. Soziales Engagement

  91. Spiritualität

  92. Sport

  93. Stärke

  94. Struktur

  95. Tatkraft

  96. Tiefe

  97. Toleranz

  98. Unterstützung

  99. Verantwortlichkeit

  100. Verbundenheit

  101. Vergnügen

  102. Verständigung

  103. Verlässlichkeit

  104. Vielfalt

  105. Vertrauen

  106. Umweltschutz

  107. Umweltbewusstsein

  108. Vorwärtskommen

  109. Persönliches Wachstum

  110. Wahrgenommen werden

  111. Wärme

  112. Weitblick

  113. Wertschätzung

  114. Wirtschaftliche Sicherheit

  115. Wissen wo man dran ist

  116. Würde behalten

  117. Zeit sinnvoll nutzen

  118. Zeit effektiv nutzen

  119. Zentriertheit

  120. Zielstrebigkeit

  121. Zugehörigkeit

Die Liste hat nicht die Absicht vollständig zu sein, deckt jedoch bereits sehr viel ab. Sie ist angelehnt an Ingrid Holler’s Liste in Ihrem Buch „Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation“

Tun (Erste Hilfe – Emotion)

Phot von Katarzyna Kos auf unsplash

Photo von Katarzyna Kos

Unangenehme Gefühle haben Ihre Ursache in Erlebtem (Deine Erfahrungen), wenn für Dich wichtige Werte verletzt bzw. Bedürfnisse nicht erfüllt wurden oder werden. Es entstehen bestimmte Verhaltensmuster. Scrolle nach unten und erfahre, je nach Emotion, was Du schnell für Dich tun kannst. Du findest Tipps was Du danach tun kannst. Das Ziel ist Dich selbst oder andere nicht zu „verletzten“.

Wut, Zorn

Nimm Dir Zeit, Du brauchst gerade mehr Zeit. Übergehe das Gefühl nicht, nimm es ernst, es gehört zu Dir und erforsche die Ursachen. Hier ist die Gefahr Dich selbst oder andere zu verletzen am höchsten. Oft ist es ein Ohnmachtsgefühl, das Dich wütend macht. Aber stimmt das denn? Bist Du wirklich hilflos und ohne Macht?

Photo von Gabriel Matula auf unsplash

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Direkt beim Ereignis

  • Sag Dir innerlich „ich kümmere mich später darum“. Geh aus der Situation und sage „Ich kann gerade nicht mehr…“ oder „Lass uns später den Punkt klären..“.

Später

  • Reagiere Dich körperlich ab, damit Du den Überschuss an Adrenalin und Engerie los wirst. Zuviel davon kann im Körper zerstörerisch wirken. Mache Sport oder bewege Dich (Laufen, Kraftsport, Boxen, Yoga, Radfahren, Schwimmen. Qi-Gong,  etc)
  • Gehe an einen Ort der Dir gut tut, an dem Du Dich wohl fühlst. Hier kannst Du Dich beruhigen. Schreie Deine Wut hinaus und dann gehe achtsam, und spüre jeden Schritt, „erde“ Dich, Du bist gerade „in die Luft gegangen“.
  • Meditiere (geführte Meditationen). Es kann Dir helfen zu beginnen Deine Gefühle besser zu verstehen.
  • Schreibe  direkt auf, was genau passiert ist, was Dich wütend gemacht hat und was Du Dir wünscht. Später kannst Du es weiter nutzen Deine Gedanken und die Ursachen zu erkennen.  Du kannst dazu die Technik von „The Work“ benutzen, siehe unter Erforsche Deinen Geist
  • Schreib in einem Brief an die Person und drücke deine ganze Wut aus, schlaf drüber, bevor Du Ihn abschickst – wenn Du Ihn überhaupt abschickst. Verbrenne Ihn.
  • Spreche mit einem guten Gesprächspartner darüber, überlege wer es sein könnte. Eine gute Freundin/ein guter Freund, ein Therapeut etc., siehe auch  Wer ist ein guter Gesprächspartner

Ärger

Bedenke den Kraftaufwand: 1  Stunde Ärgern = 8 Stunden Arbeit. Egal, ob Du Dich über Dich selbst oder über andere ärgerst.

Photo von Anna Sullivan auf unsplash

Photo von Anna Sullivan

Direkt beim Ereignis

  • Betrachte die Person genauer, die den Ärger auslöst. Schau ihr in die Augen und erkenne den Menschen, der – wie Du selbst – leidet, Bedürfnisse und Wünsche hat.
  • Während des Autofahrens, versuche die Person/die Insassen, und nicht nur das Auto und den „Angriff“ auf Dich, wahrzunehmen.
  • Wenn Du warten mußt und Dich deshalb ärgerst, nutze die Zeit des Wartens, um z.B. auf Deinen Atem zu achten und entspanne dabei angespannte Stellen in Deinem Körper. Spreche die Person an, und erkläre Ihr dass Du unter Zeitdruck stehst und es sehr eilig hast. Frage Sie, ob es ok wäre wenn Du kurz vor kannst oder biete Hilfe an, damit es schneller geht.
  • Ärgerst Du Dich über Dich selbst, sage zu Dir oder anderen „Ich bin sauer, weil ich sehe dass..“ Es ist ok, dass ich mich ärgere und es vor der Person auch sage, solange ich mich später darum kümmere.

Später

  • Wenn Du oft ärgerlich bist, weil etwas nicht voran geht, frage Dich was Dich ständig so in Eile versetzt und andere verurteilen läßt. Verändere etwas z.B. mehr Zeit einplanen, weniger Dinge gleichzeitig tun etc.
  • Erforsche und erkenne, welches Bedürfnis von Dir ständig verletzt wird. Es ist ein wichtiger Schritt, um etwas aus- bzw. anzusprechen damit es sich ändern kann. Du kannst die Technik von „The Work“ einsetzen. Siehe Erforsche Deinen Geist
  • Zieh Dich zurück und führe ein imaginäres Gespräch. Versetzte Dich in Dein Gegenüber und nimm, auch physisch, im Wechsel seinen Platz ein. Siehe auch Sprechen in Konfliktsituationen
  • Bist Du gesund? Ist Dein Hormonhaushalt ausgeglichen (z.B. Schilddrüse, Östrogen, Gestagen- oder Progesteronmangel) und Du hast starke Stimmungsschankungen bis hin zur Depression? Lass Dein Blut untersuchen.

Verzweiflung

Gabiele matula Verzweiflung

Photo von G. Matula auf unsplash

Direkt beim Ereignis

Atme mehrmals bewusst ein und aus und konzetriere Dich auf Deinen Atem. „Erde“ Dich. Sage Dir, dass Du Zeit hast und Dir die Zeit geben wirst etwas zu verändern. Vertraue dem Prozess und erlaube Dir und anderen etwas im eigenen Tempo und eigene Weise zu tun, etwas zu lernen oder Erfahrungen zu sammeln.

Später

Finde heraus was Dich zur Verzweiflung bringt. Erforsche Deinen Geist (the work)

Angst

Nimm Dir Zeit und vertränge Deine Angst nicht. Sie will Dich vor etwas schützen, vor etwas Realem, aber auch oft vor etwas, das gar nicht existiert.

Photo von Jeremy Yap

Direkt beim Ereignis

Atme mehrmals tief ein und wieder langsam aus. Die übliche Körperreaktion bei Angst ist ein Luftanhalten. Weniger Sauerstoff im Gehirn lasst Dich gut rennen, allerdings verhindert es klares Denken. Zieh Dich zurück, geh aus der Situation. Lauf erst einmal davon, falls das Atmen nicht helfen sollte.

Später

  • Erforsche die Ursachen und gib Dir Mitgefühl. Es ist ok. Stelle Dir Fragen.
    • Kommt es Dir bekannt vor? Kennst Du ähnliche Situationen in Deinem bisherigen Leben, die Dir oft Angst machen und welche sind es? Wann war es das erste Mal? Fühle das Gefühl, bleib ganz im Gefühl, bis es sich auflöst.
    • Bist Du vielleicht überfordert? Wenn ja, wer oder was könnte Dir helfen?
    • Füllst Du Dich in Dein Körper frisch und vital, fühlst Du Dich stark? Wenn nicht, achte auf dass was und wieviel Du ißt.
    • Achte gut darauf, was Du im Internet, im Fernsehn oder durch Bücher „konsumierst“. Tut es Dir gut? Wenn nicht: höre einfach auf damit. Achte auf genügend gesunden Schlaf- gemütlich in Deinem Bett und z.B. nicht vor dem Fernseher, der Dich weiter berieselt.
  • Geh ins Tun, fang einfach an. Teile, dass was Du tun willst in kleinere Schritten und die Angst verschwinden. Hol Dir Hilfe bei jemandem, der sich damit auskennt.
  • Stärke Dich durch „Power Poses“: Stehe und gehe aufrecht – strecke Dich und mach Dich „gross“. Stell Dich z.B. morgens vor den Spiegel, breite Deine Arme langsam  aus und sage während dessen: „Ich nehme meinen Raum ein“.
  • Bist Du gesund? Ist Dein Hormonhaushalt ausgeglichen (z.B. Schilddrüse, Östrogen, Gestagen- oder Progesteronmangel) und Du hast starke Stimmungsschankungen bis hin zur Depression? Lass Dein Blut untersuchen.

Traurigkeit

Verdränge die Traurigkeit nicht, sie will gelebt und erlebt werden.

Photo von Giulia Bertelli

Beim Ereignis

Fühle die Traurigkeit- wo genau ist sie im Körper zu spüren. Lasse sie zu und gehe in das Gefühl- atme tief ein und langsam aus. Du brauchst Trost und Mitgefühl, dass Du Dir auch selbst geben kannst. Sage zu Dir selbst: ich kümmere mich heute Abend darum.

Direkte erste Hilfe: Trickse Deinen Körper aus, und kurble Deine Endorphin-Produktion an. Wie: Zieh Dich zurück und lächle – ganz ohne Grund. Es mag sein, dass es sich am Anfang seltsam künstlich anfühlt, nach einer Weile (60 Sekunden) geht es Dir jedoch schon etwas besser.

Später

  • Zieh Dich an einen schönen Platz zurück, der Dir gut tut und Dich beruhigt. Spüre die Erde unter Deinen Füßen.
  • Gib Dir selbst Mitgefühl und Verständnis für die Situation. Lege Deine Hand auf Dein Herz. Weine. Sage zu Dir selbst „Ja – es ist traurig, dass..“.
  • Praktiziere Ho’oponopono. Klopfe auf Deine Thymusdrüse und sprich mehrmals: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe Dich. Danke. Tu es solange bis es Dir besser geht.
  • Wenn Du sehr häufig traurig bist frage Dich: Bist Du gesund? Ist Dein Hormonhaushalt ausgeglichen (z.B. Schilddrüse, Östrogen, Gestagen- oder Progesteronmangel) und Du hast starke Stimmungsschankungen bis hin zur Depression? Lass Dein Blut untersuchen.

Nicht-bei-Sich-sein

Wenn Du nicht richtig traurig, aber auch nicht richtig glücklich bist. Wenn Du nicht wirklich im Einklang mit Dir zufrieden den Tag erlebst und nicht bei Dir bist, kannst Du folgende Dinge für Dich tun.

Photo von Oskar Keys

Photo von Oskar Keys

Beim Ereignis

Erkenne und bemerke, wie es Dir geht und verspreche Dir, dass Du Dich später darum kümmern wirst. Dieses seltsame Gefühl tritt nicht plötzlich nach einem Ereignis auf, sondern ist eine Grundstimmung, die längere Zeit anhalten kann und Deine Aufmerksamkeit braucht.

Später

Du bist von Dir abgetrennt und „blind“. Mache Dinge, die Dich Deinen Körper wieder spüren lassen.

  • Geh duschen. Im Wechsel, mal kalt, mal warm und zum Herzen hin. Mache eine Kneipp Anwendung daraus.
  • Bewege Dich, geh in den Wald, in den Park. Erde Dich und spüre den Boden unter Deinen Fuessen. Leite diese Energie aus Deinem Körper.
  • Räume Dein Zimmer, Deine Wohnung oder Teile Deines Hauses auf. Ausmisten im Äusseren hebt die Stimmung und bringt Klarheit – auch im Innern. Ausserdem bringt es Dich in Bewegung. Danach kannst Du ein hochwertiges Duftöl (z.B.Orange, Zitrone, Manderine) einsetzten.
  • Praktiziere Ho’oponopono. Klopfe auf Deine Thymusdrüse und sprich mehrmals: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe Dich. Danke. Tu es solange bis es Dir besser geht.
  • Meditiere – wähle eine geführte Meditation mit einem Thema, das zu Deiner momentanen Stimmung passt.

 

 

 

Erforsche Deinen Geist (The Work)

Kennst Du das auch? Ereignisse machen Dich wütend, ärgerlich, frustrieren Dich oder machen Dich traurig. Du beginnst zu verurteilen oder wirst übellaunig. Die Gedanken drehen sich im Kreis, ziehen Dich herunter und machen Dich fertig.

Katie Byron hat durch eigene, schmerzhafte Erfahrungen einen Weg gefunden, den Geist zu nutzen, um unangenehme Situationen längerfristig für Dich positiv zu verwandeln. Je häufiger Du im Nachhinein diese Methode anwendest, werden die Ergebnisse immer erstaunlicher und besser.

Die Essenz Ihrer Vorgehensweise habe ich in folgenden Punkten für Dich zusammengefasst:

Die Situation

Denke an eine Situation, in der Du unangenehme Emotionen hattest. Du warst vielleicht traurig, hilflos, enttäuscht oder wütend auf Andere oder auf Dich selbst.

Notiere Dir dazu wenige Antworten auf folgende Fragen:

    1. Was oder wer stört Dich und was möchtest Du was geschieht?
    2. Was denkst Du wie der andere oder Du bist?
    3. Was möchtest Du für Dich was passiert?

Stelle Dir 4 Fragen zu Deiner „Geschichte“:

    1. Ist sie wahr?
    2. Kannst Du 100 % wissen, dass es wahr ist?
    3. Schließe die Augen und fühle. Frage Dich: was passiert in meinem Körper, wenn ich das glaube oder denke? Und frage weiter:
    4. Was wäre ich ohne diese Gedanken? Wie ging es mir dann?

Kehre Deine Aussagen um:

Nachdem Du Dir Zeit genommen hast die Fragen zu beantworten,  nimm die Antworten (Punkt 2 und 3 der Geschichte) und kehre sie ins Gegenteil um. Damit kannst Du hinter weitere mögliche Erkenntnisse kommen. Wie wirken die neuen Aussagen dann auf Dich? Überlege was daran wahr sein könnte.

Perspektivenwechsel

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Ich sollte besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam „ verwandelt sich in „die Anderen sind zu langsam, weil..“

Verneinen

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „ Peter sollte nicht besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „Ich bin nicht zu langsam, weil.. Oder „Die Anderen oder ich sind nicht zu langsam, weil…“

Ins Gegenteil verwandeln

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Peter sollte mehr sprechen, weil“..
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „ich bin zu schnell oder die Anderen sind zu schnell, weil“?
Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Dabei geht es nicht um Schuld oder Verurteilung, sondern es soll bewusst machen, was im Kopf alles passiert und um die Auswirkungen auf Dich zu bemerken, in dem man es beginnt zu fühlen. Wie Du Gesagtes oder Handlungen durch deine Brille wahr nimmst. Durch den Perspektivenwechsel nutzt Du Deinen Geist, um eine Situation genauer und vielschichtiger zu betrachten. Du kann so erkennen was Du ändern könntest. Mehr Anschauungsmaterial findest Du in den Orginal Youtube Videos von Katie Byron.

Was ist Emphatie?

„Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe…“ (Wikipedia, 30.6.2018)

Für mich ist diese Definition nicht umfassend genug. Die Selbst-Empathie wird ausgelassen. Ich sollte mich nicht nur um den Anderen kümmern, sondern zunächst mir selbst gegenüber diese Fähigkeit besitzen. Achte gut auf Dich, den Du bist der einzige Mensch, der Dich wirklich kennt und mit dem Du ein ganzes Leben verbringst.

Gabriel Matula Unsplash

Wegbegleiter

„Wegbegleiter“ sind Organisationen oder Personen, die Dich in Deinem Leben weiterbringen könnten. Ich möchte in diesem Teil des Blogs Anregungen dazu geben.

Photo von Kevin Gent

Körper – Gesund-Erhalten

Functional Medicine

Der Arzt der Zukunft wird keine Medizin geben, sondern seine Patienten für die Pflege des menschlichen Körpers, für die Ernährung und für die Ursachen und Prävention von Krankheiten interessieren. “ Thomas A. Edison

Wenn Du die Schulmedizin schätzt, aber nicht weiter kommst, habe ich eine Möglichkeit gefunden.

In Zusammenarbeit mit einem Coach und Deinen Ärzten gehst Du den Ursachen von Symptomen und Krankheiten auf den Grund. Functional Medicine bietet den Rahmen, um ganzheitlich und strukturiert Hinweisen des Körpers nachzugehen, die leicht übersehen werden. So können ganz gezielte, individuelle Programme zur Heilung zusammengestellt werden. Bereits kleine Veränderungen Deiner Lebensgewohnheiten haben das Potential überraschend große Wirkungen zu erzielen.

Kommen Dir folgende Symptome bekannt vor?

  • Häufige Müdigkeit und Erschöpfung?
  • Gedanken drehen sich im Kreis, man steht wie neben sich (brain fog)?
  • Unerklärliche Gewichtszunahme oder das Gewicht will einfach nicht sinken?
  • Schmerzen wie z.B. Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne etc.?
  • Verdauungsprobleme wie ein Krämpfe, Blähbauch, Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen?
  • Allergien und Asthma?
  • Hautprobleme, wie z.B. Ekzem oder Akne?
  • Depressionen oder Ängste?
  • Diabetes Type 2?
  • Autoimmunerkrankungen?

Ich kann Diana Siepmann empfehlen. Sie arbeitet mit dieser Methode online und kann Dir, egal wo Du wohnst, auf Dich individuelle Schritte aufzeigen und Dich auf Deinem Weg zu einem gesünderen Leben ein Stück begleiten. Ursprünglich startete sie mit frauenspezifischen Themen, Ihr Spektrum geht jedoch darüber hinaus. Du kannst mit Ihr leicht über Telefon, Facebook oder Skype arbeiten. Sie spricht fließend Deutsch (Muttersprache) und Englisch. Mehr Informationen sowie Kundenerfahrungen findest Du unter www.dianasiepmann.com.

 

Geist – Fakten erhalten – DLF

Radiosender Deutschlandfunk (DLF)

Wenn ich keine Stille oder Musik hören möchte, sondern Informationen und Fakten erhalten will, schalte ich diesen Sender ein. Ideal, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahre.

Warum ich das mache? Wissen hilft. Die „Standardmedien“ wiederholen oft gleiche oder ähnliche Themen. Über DLF herhalte ich tiefer gehende Informationen. Hören statt lesen. Gut recherchiert, sachlich und ausgewogen. Die Themen reichen von Politik, Wirtschaft, Wissen, Europa bis Gesellschaft oder Sport und sind eine Bereicherung für mich. Manchmal bleibe ich sogar länger im Auto sitzen. Mehr Informationen unter Deutschlandfunk Der link zum Installieren Deutschandfunk App

Ach, noch etwas. Es ist kein Musiksender – manchmal treffen sie nicht ganz meinen Musikgeschmack. Macht aber nix – es sind kurze Abschnitte.

Was ist verurteilendes Sprechen?

Ich habe folgende Definition anzubieten: Verurteilendes Sprechen beinhaltet Interpretationen bzw. Annahmen und ist ein moralisches Urteil über Handlungen oder die Art einer Person statt bei reinen Fakten zu bleiben. Es startet als Gedanke, den man irgendwann ausspricht.

Welche Worte oder Handlungen nehme ich wahr?

Beim Verurteilen hört man Vorwürfe, Kritik oder eine Bewertung in „richtig“ oder „falsch“. Beim Verurteilten entsteht innerer Widerstand bis hin zum Gegenangriff oder er resigniert und zieht sich zurück. Ein bestehender Konflikt verstärkt sich.

photo by larm rmah on unsplash

Warum verurteilt man eigentlich?

Es existiert die Annahme (und nicht unbedingt die Gewissheit), dass alle ein gleiches Verständnis von „richtig“ oder „falsch“ haben. Das Wertesystem der Gruppe ist scheinbar gleich.

Ich fühle mich besser: Es geht um Recht und Unrecht haben. Ich bin nicht schuld. Ich gehöre zur Gruppe. Ich grenze mich von Anderen ab. Ich erfahre Anerkennung, da ich selbst „besser“ bin.

Einer meiner Werte oder Bedürfnisse wird nicht erfüllt.  „Die kommt immer zu spät“ bedeutet, das man mehr Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit braucht.

Was kann ich tun, wenn verurteilt wird?

Meine eigene Beobachtung schildern und bei Fakten bleiben (Zeitpunkt, Ort, Zitat, wer war involviert und was ist genau passiert). Das Problem wird dadurch für den Anderen nachvollziehbarer und man stellt sicher, dass man vom Gleichen redet (gemeinsamer Ausgangspunkt im Gespräch)

Den Fall aus meiner eigenen Perspektive schildern. Wie geht es mir mit der Aussage und was ist mir wichtig.

Was kann ich tun, wenn ich häufig verurteile?

Zunächst: Herzlichen Glückwunsch. Du bist achtsamer geworden und hast es erkannt. Jetzt geht es darum die Ursachen zu erforschen und herausfinden welche Werte verletzt werden bzw. was Dir wichtig ist.

Was ist der Unterschied zwischen Beurteilen und Verurteilen?

Beurteilen ist ein notwendiges Werturteil im Gegensatz zu einem moralischen Urteil. Es erfordert längeres Nachdenken und die Abwägung von Fakten. Die Umgebung oder Körpersprache wird unbewusst erfasst um die Situation oder Person sowie die nächsten Schritte einschätzen zu können Es handelt sich dabei nicht um Interpretationen oder eine reine Bewertung oder Einordnung in sein Wertesystem. Die Fähigkeit zu Beurteilen ist wichtig, um Entscheidungen schnell treffen zu können.

Warum ist es so wichtig nicht zu Verurteilen?

Andere oder sich selbst zu verurteilen verschliesst den Geist und die Seele, das Herz. Damit verschliesse ich mich und Grenze den anderen aus. Auch wenn es für den Moment der einfachere Weg zu sein scheint, wird es zu Konflikten führen. Man gibt dem anderen keine Chance seine Stärken zu entdecken oder sie zu leben. Es führt zu keiner Veränderung oder gar Verbesserung.

Wie verwandle ich meine Verurteilungen?

Nachdem ich die Ursachen erforscht habe, finde ich heraus, was mir wichtig ist. Du kannst selbst versuchen folgende Sätze zu ergänzen:

Wer ist ein guter Gespächspartner?

Was macht einen guten Gespächspartner aus?

  • Kann sich mitteilen  – ohne zu verletzten
  • Versteht den Anderen – ohne unbedingt gleicher Meinung zu sein
  • Vertritt seine eigenen Ansichten – ohne Recht haben zu wollen und bleibt offen seine Ansichten zu ändern
  • Kann irritierendes Verhalten ansprechen – und der andere versteht
  • Kann Kritik, Vorwürfe, Angriffe hören – ohne es persönlich zu nehmen
  • Erzielt konkrete Eigungen – ohne nur Forderungen zu stellen

Quiz Streit/Konflikt

Buchtipp Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache des Lebens von Marshall B. Rosenberg

Es hat meine Sprache verändert, da es meine Gedanken änderte. Ich erhielt diese Empfehlung während eines Gesprächs mit einer Bekannten. Trotz des „gewaltigen“ Titels hat es mich sofort angesprochen. Ich benutze immer wieder die 4 Schritten, die „simple but not easy“ sind. Die Buchausgabe, die ich 2008 lass, empfand ich stellenweise als sehr amerikanisch. Neuere Ausgaben adressieren dies gegebenenfalls besser – siehe Buchlink unten. Das Entscheidende für mich ist jedoch, dass die Kernaussagen Allgemeingültigkeit besitzen. Sie öffneten mir die Augen. Die simplen vier Schritte sind: wertfreies Beobachten, Gefühle bei sich wahrnehmen und ausdrücken, und mit eignen oder fremden Gefühlen emphatisch umzugehen, Werte und Bedürfnisse erkennen und ausdrücken, um etwas Bitten. In diesem Buch wird auch klar, warum diese vier Schritte so schwierig sein können. (mehr …)

Buchtipp Selbsterkenntnis

Die Weisheiten des Eneagramms von Don Richard Riso und Russ Hudson.

Sich und andere besser verstehen können. Dieses Buch war eine Entdeckung. Voll mit Erkenntnissen die helfen etwas wirklich verändern zu können. Das Enneagramm ist ein System, dass ein besseres Selbstverständnis und umfassendere Menschenkenntnis ermöglicht. Es arbeitet mit 9 Persönlichkeitstypen, zeigt deren Stärken sowie Entwicklungsmöglichkeiten und den Beziehungen zueinander auf. (mehr …)

Quiz Wohnen

Der Haus- oder Wohnungsstil hat einen Einfluss auf die Bewohner, wie die Kleidung, die man trägt.

Was ist Lästern?

Keiner tut es offiziell und doch gibt es diese Respektlosigkeit. Man hat Freude daran, da es Gemeinsamkeit in einer Gruppe schafft. Ich habe folgende Definition anzubieten:

Verurteilendes Sprechen über eine abwesende Person. Die Gedanken und Worte sind nicht wohlwollend und die Würde der abwesende Person ist verletzt.

Überprüfung: Würde ich das Gleiche sagen, wenn die Person anwesend wäre? Spreche ich über eine abwesende Person um Rat oder eine Lösung zu bekommen (wohlwollend)?

Mögliche Ursachen:

  • Gemeinsamkeit schaffen/gemeinsam klagen oder lachen
  • Unachtsamkeit – nicht merken, dass die Würde verletzt wird
  • Hilflosigkeit – wie spreche ich es an damit sich etwas ändert
  • Selbstbestätigung und Selbstbestärkung oder -erhöhung, sich mächtig fühlen
  • Eigene Unzufriedenheit verdecken
  • Neid und Eifersucht als Resultat des Vergleichens

Die Auswirkungen von Lästern

Misstrauen auf allen Beziehungsebenen (was sagt die Person über mich, wenn ich abwesend bin?). Ausgrenzung. Zeit und Energieverschwendung, da sich nix ändert.

Photo von LoboStudio Hamburg auf Unsplash

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Wie kann man Lästern begegnen, wenn man es beobachtet?

  • Nicht beteiligen und anbieten die Person dazu zu holen
  • Fragen was den Lästerer stört und was er genau beobachtet hat
  • Fragen was dem Lästerer wichtig ist und warum
  • Lösungsansätze vorschlagen
  • Erklären, dass es einem unangenehm ist und warum
  • Nach genauen Fakten fragen

Wie damit als Betroffener umgehen?

  • Fragen was ist, wenn Andere zusammenstehen und plötzlich verstummen, wenn man dazukommt
  • Die Person unter 4 Augen ansprechen, wenn man davon erfährt
  • Gelassen reagieren „..schön dass ich Gesprächsthema bin..“
  • Hilfe und Rat bei Anderen holen

Wie als Lästerer im nachhinein damit umgehen?

  • Überlegen warum man lästert, was man wirklich mitteilen oder ändern will
  • Ansprechen und ggfls sich entschuldigen
  • Zukünftig so sprechen als wäre die Person anwesend
  • Die Verantwortung dafür übernehmen und das Lästern nicht grundstätzlich entschuldigen, z.B. Frauen lästern doch gerne und immer oder das ist doch nur Spass

Wann spreche ich die lästernde Person an? Wenn es mir unangenehm ist und ich mit der Person regelmäßig zusammentreffe. Wenn ich es besser verstehen und ändern möchte.

Wann spreche ich die betroffene Person an? Wenn ich bemerke, dass sich die Person immer mehr zurückzieht oder mich dieser Konflikt belastet.

Klug gesagt – Menschenkenntnis

„Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe“ (Werner Götz)

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann Ihm nur helfen es in sich zu entdecken.“(Galileo Galilei)

„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich“ (Konfuzius)

„Woher soll ich wissen was ich denke bevor ich gehört habe was ich sage“ (Unbekannt)

„Sprechenden Menschen kann geholfen werden“ (Unbekannt)

„Was wir Menschen nicht zu beurteilen vermögen, verurteilen wir umso beredter..“ (Gerd W. Heyse)

„Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktionen zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.“ (Viktor E. Frankl)

„Wenn wir nicht mehr in der Lage sind die Situation zu ändern, sind wir gefordert, uns selbst zu ändern.“ (Viktor E. Frankl)

„Kultivierte Menschen haben neue Gedanken.
– Wenn sie schauen, denken sie an Klarheit.
– Wenn sie hören, denken sie an Genauigkeit.
– Bei ihrer äußeren Erscheinung denken sie an Gepflegtheit.
– Bei ihrem Verhalten, denken sie an Höflichkeit.
– Wenn sie sprechen, denken sie an die Wahrheit.
– Bei ihrer Arbeit, denken sie an die Ernsthaftigkeit.
– Wenn sie zweifeln, denken sie daran, die richtige Frage zu stellen.
– Wenn sie wütend sind, denken sie an die Schwierigkeiten, die daraus entstehen können.
– Wenn sie Lohn erhalten, denken sie an die Gerechtigkeit.
Kultivierte Menschen kennen keine Furcht oder Unruhe.
– Wenn sie nach innen blicken und keine Schuld finden, wovor sollten sie sich fürchten?“ (Konfuzius)