Love Your Living

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Erforsche Deinen Geist (The Work)

Kennst Du das auch? Ereignisse machen Dich wütend, ärgerlich, frustrieren Dich oder machen Dich traurig. Du beginnst zu verurteilen oder wirst übellaunig. Die Gedanken drehen sich im Kreis, ziehen Dich herunter und machen Dich fertig.

Katie Byron hat durch eigene, schmerzhafte Erfahrungen einen Weg gefunden, den Geist zu nutzen, um unangenehme Situationen längerfristig für Dich positiv zu verwandeln. Je häufiger Du im Nachhinein diese Methode anwendest, werden die Ergebnisse immer erstaunlicher und besser.

Die Essenz Ihrer Vorgehensweise habe ich in folgenden Punkten für Dich zusammengefasst:

Die Situation

Denke an eine Situation, in der Du unangenehme Emotionen hattest. Du warst vielleicht traurig, hilflos, enttäuscht oder wütend auf Andere oder auf Dich selbst.

Notiere Dir dazu wenige Antworten auf folgende Fragen:

    1. Was oder wer stört Dich und was möchtest Du was geschieht?
    2. Was denkst Du wie der andere oder Du bist?
    3. Was möchtest Du für Dich was passiert?

Stelle Dir 4 Fragen zu Deiner „Geschichte“:

    1. Ist sie wahr?
    2. Kannst Du 100 % wissen, dass es wahr ist?
    3. Schließe die Augen und fühle. Frage Dich: was passiert in meinem Körper, wenn ich das glaube oder denke? Und frage weiter:
    4. Was wäre ich ohne diese Gedanken? Wie ging es mir dann?

Kehre Deine Aussagen um:

Nachdem Du Dir Zeit genommen hast die Fragen zu beantworten,  nimm die Antworten (Punkt 2 und 3 der Geschichte) und kehre sie ins Gegenteil um. Damit kannst Du hinter weitere mögliche Erkenntnisse kommen. Wie wirken die neuen Aussagen dann auf Dich? Überlege was daran wahr sein könnte.

Perspektivenwechsel

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Ich sollte besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam „ verwandelt sich in „die Anderen sind zu langsam, weil..“

Verneinen

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „ Peter sollte nicht besser zuhören, weil..“
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „Ich bin nicht zu langsam, weil.. Oder „Die Anderen oder ich sind nicht zu langsam, weil…“

Ins Gegenteil verwandeln

    1. Peter sollte besser zuhören“ verwandelt sich in „Peter sollte mehr sprechen, weil“..
    2. Ich bin zu langsam“ verwandelt sich in „ich bin zu schnell oder die Anderen sind zu schnell, weil“?
Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Photo von Volha Flaxeco aud unsplash

Dabei geht es nicht um Schuld oder Verurteilung, sondern es soll bewusst machen, was im Kopf alles passiert. Wie Du Gesagtes oder Handlungen durch deine Brille wahr nimmst. Durch den Perspektivenwechsel nutzt Du Deinen Geist, um eine Situation genauer und vielschichtiger zu betrachten. Du kann so erkennen was Du ändern könntest. Mehr Anschauungsmaterial findest Du in den Orginal Youtube Videos von Katie Byron.

Was ist Emphatie?

„Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe…“ (Wikipedia, 30.6.2018)

Für mich ist diese Definition nicht umfassend genug. Die Selbst-Empathie wird ausgelassen. Ich sollte mich nicht nur um den Anderen kümmern, sondern zunächst mir selbst gegenüber diese Fähigkeit besitzen. Achte gut auf Dich, den Du bist der einzige Mensch, der Dich wirklich kennt und mit dem Du ein ganzes Leben verbringst.

Gabriel Matula Unsplash

Tun (Meditation)

Das ist gar nix für mich, ich kann (will?) nicht einfach nur ruhig da sitzen, das ist mir zu spirituell, das bin ich nicht. Stimmt das denn? Was wäre, wenn Meditation Dir hilft viel konzentrierter zu werden? 

Wenn es in der Hektik der Zeit und den vielen Herausforderungen hilft Deinen Geist zu beruhigen und Du so effizienter werden kannst? Wenn Du achtsamer bezüglich Deiner mentalen Zustände oder Erlebnissen wirst, kann Dich das in die Lage versetzten, die Zeit zwischen einem Ereignis und Deiner vielleicht heftigen Reaktion zu verlängern.

Ich begann mit geführten Meditation.  Der gesprochene Text half mir vieles aus meinem Inneren heraus zu entdecken. Die Stimme und den Sprachstil zu mögen ist wichtig. Meditationen stärken mich, beruhigen mich, sie „streicheln“ meine Seele. Sie inspirieren mich, da Raum entsteht in dem sich etwas entwickeln kann. Nach einer Meditation geht es mir immer besser als davor. Ich nehme mir die Zeit, probiere und übe ohne ein Ziel zu verfolgen. Als ich die für mich richtigen Meditationen fand, fing ich an mir ein Einschlafen oder gedankliches Abschweifen zu erlauben. Es wird irgendwann auch anders sein. Vielleicht will mein Unterbewusstsein daran arbeiten.

Für mich ist Meditation sich auf eine Sache zu konzentrieren. In die Stille gehen. Auf den Atem achten. Ganz im Jetzt sein. Betrachte etwas Schönes, eine Blume, eine Kerze, ein schöner Edelstein, ohne darüber nachzudenken und spüre Deine Empfindungen von Kopf bis Fuss. Hören, zuhören ohne zu sprechen. Gehen ohne zu sprechen und dabei an andere Dinge zu denken. Langsam bewusst zu essen ohne zu sprechen. Es gibt viele Arten, die Du ausprobieren kannst. Es ist keine Frage des „Zeit-Habens“ oder des „Könnens“, sondern des Probierens.

Je nach Typ kannst Du es zum Morgenritual werden lassen, wenn alles noch still ist. Ein wundervoller Start in den Tag. Abends kann es der perfekte Abschluss des Tages werden, um danach seelig einzuschlafen. Suche Dir dafür einen angenehmen Platz an dem Du ungestört sein kannst und Dich wohl fühlst. Du kannst Deine Augen schliessen. Wenn es für Dich angenehmer ist, kannst Du sie auch nur leicht geschlossen halten und den Blick senken ohne zu fokusieren.  Sorge gut für Dich.

Wenn es Dir geht wie mir, dann möchtest Du mehr davon. 30 Minuten werden plötzlich zum Augenblick.

Beginne mit dem Atmen, just breathe und es wird kinderleicht.

Du kannst folgende Übungen einfach mal ausprobieren. Sie sind von SIYLI – Search Inside Yourself Leadership Institute.

3 Achtsame Atemzüge (2 Minuten)

Fokussierte Aufmerksamkeit und offenes Gewahrsein (7 Minuten)

 

 

Wegbegleiter

„Wegbegleiter“ sind Organisationen oder Personen, die Dich in Deinem Leben weiterbringen könnten. Ich möchte in diesem Teil des Blogs Anregungen dazu geben.

Photo von Kevin Gent

Körper – Gesund-Erhalten

Functional Medicine

Der Arzt der Zukunft wird keine Medizin geben, sondern seine Patienten für die Pflege des menschlichen Körpers, für die Ernährung und für die Ursachen und Prävention von Krankheiten interessieren. “ Thomas A. Edison

Wenn Du die Schulmedizin schätzt, aber nicht weiter kommst, habe ich eine Möglichkeit gefunden.

In Zusammenarbeit mit einem Coach und Deinen Ärzten gehst Du den Ursachen von Symptomen und Krankheiten auf den Grund. Functional Medicine bietet den Rahmen, um ganzheitlich und strukturiert Hinweisen des Körpers nachzugehen, die leicht übersehen werden. So können ganz gezielte, individuelle Programme zur Heilung zusammengestellt werden. Bereits kleine Veränderungen Deiner Lebensgewohnheiten haben das Potential überraschend große Wirkungen zu erzielen.

Kommen Dir folgende Symptome bekannt vor?

  • Häufige Müdigkeit und Erschöpfung?
  • Gedanken drehen sich im Kreis, man steht wie neben sich (brain fog)?
  • Unerklärliche Gewichtszunahme oder das Gewicht will einfach nicht sinken?
  • Schmerzen wie z.B. Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne etc.?
  • Verdauungsprobleme wie ein Krämpfe, Blähbauch, Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen?
  • Allergien und Asthma?
  • Hautprobleme, wie z.B. Ekzem oder Akne?
  • Depressionen oder Ängste?
  • Diabetes Type 2?
  • Autoimmunerkrankungen?

Ich kann Diana Siepmann empfehlen. Sie arbeitet mit dieser Methode online und kann Dir, egal wo Du wohnst, auf Dich individuelle Schritte aufzeigen und Dich auf Deinem Weg zu einem gesünderen Leben ein Stück begleiten. Ursprünglich startete sie mit frauenspezifischen Themen, Ihr Spektrum geht jedoch darüber hinaus. Du kannst mit Ihr leicht über Telefon, Facebook oder Skype arbeiten. Sie spricht fließend Deutsch (Muttersprache) und Englisch. Mehr Informationen sowie Kundenerfahrungen findest Du unter www.dianasiepmann.com.

 

8-same Weisheiten

Hätte mir das bloß jemand früher gesagt…

Photo Ray Grau

Folgende 8 Punkte waren und sind wichtige Erkenntnisse für mich:

  • Vertraue dem Prozess. Grundsätzlich bin ich ungeduldig,  z.B. wenn ich oder Andere langsamer sind als gedacht. Das Vertrauen darauf den Prozess einfach seinen Gang gehen zu lassen, macht mich gelassener. Ich bleibe offen und verurteile nicht.
  • Der Sinn des Lebens ist das Leben. Dieser Punkt half mir mehr im Hier und Jetzt zu sein – ich muss nicht immer ein Ziel verfolgen.
  • Treffe Entscheidungen bewusst. Ich übernehme dafür die Verantwortung, somit gibt es später nichts zu bereuen.
  • Gehe ins Tun wenn Dein Herz ja sagt. Am Ende bereue ich lediglich das, was ich nicht getan habe. Fehler und Niederlagen helfen mir zu lernen. Angstgefühle können Anzeichen dafür sein, dass ich gerade meine Komfortzone verlasse und das ist etwas sehr Gutes.
  • Menschen beobachten und bewerten. Sie bewerten das was ich tue, aber auch das was ich nicht tue. Ich vermeide, so gut es mir gelingt, dies persönlich zu nehmen, und versuche stattdessen daraus zu lernen.
  • Bitte um Hilfe – zeige Dich verletzlich. Es ist ein Zeichen der Stärke, braucht Mut und verbindet Menschen miteinander.
  • Love it, Change it or leave it. Ich habe immer eine Wahl. Es bringt nichts mich nur über Umstände aufzuregen. Ich nehme sie positiv an oder ändere sie. Ist dies in seltenen Fällen nicht möglich, finde ich mich damit ab.
  • Work smart not hard.
    • Verbinde Dich mit anderen. Es gibt immer Zeit für einen „Kaffee“ und guten Austausch. Ideen und Impulse kommen im Gespräch mit Anderen. Gleichzeitig werde ich für sie sichtbarer bzw. verfügbarer.
    • Höre zu und sei ganz beim Anderen, ohne sofort an Lösungswege zu denken. Wenn ich jemanden für etwas begeistern möchte, frage ich was für Ihn wichtig ist. So verstehe ich, warum meine Punkte relevant sein könnten.
    • Lebe und Arbeite. Ausdauerndes Tun ist etwas sehr Gutes, wenn es ausgewogen ist. „Call it a day“ – ich erlaube mir mit Dingen morgen weiterzumachen. Alles geht leichter von der Hand, wenn ich frisch und ausgeruht bin.

Geist – Fakten erhalten – DLF

Radiosender Deutschlandfunk (DLF)

Wenn ich keine Stille oder Musik hören möchte, sondern Informationen und Fakten erhalten will, schalte ich diesen Sender ein. Ideal, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahre.

Warum ich das mache? Wissen hilft. Die „Standardmedien“ wiederholen oft gleiche oder ähnliche Themen. Über DLF herhalte ich tiefer gehende Informationen. Hören statt lesen. Gut recherchiert, sachlich und ausgewogen. Die Themen reichen von Politik, Wirtschaft, Wissen, Europa bis Gesellschaft oder Sport und sind eine Bereicherung für mich. Manchmal bleibe ich sogar länger im Auto sitzen. Mehr Informationen unter Deutschlandfunk Der link zum Installieren Deutschandfunk App

Ach, noch etwas. Es ist kein Musiksender – manchmal treffen sie nicht ganz meinen Musikgeschmack. Macht aber nix – es sind kurze Abschnitte.

Was ist verurteilendes Sprechen?

Ich habe folgende Definition anzubieten: Verurteilendes Sprechen beinhaltet Interpretationen bzw. Annahmen und ist ein moralisches Urteil über Handlungen oder die Art einer Person statt bei reinen Fakten zu bleiben. Es startet als Gedanke, den man irgendwann ausspricht.

Welche Worte oder Handlungen nehme ich wahr?

Beim Verurteilen hört man Vorwürfe, Kritik oder eine Bewertung in „richtig“ oder „falsch“. Beim Verurteilten entsteht innerer Widerstand bis hin zum Gegenangriff oder er resigniert und zieht sich zurück. Ein bestehender Konflikt verstärkt sich.

photo by larm rmah on unsplash

Warum verurteilt man eigentlich?

Es existiert die Annahme (und nicht unbedingt die Gewissheit), dass alle ein gleiches Verständnis von „richtig“ oder „falsch“ haben. Das Wertesystem der Gruppe ist scheinbar gleich.

Ich fühle mich besser: Es geht um Recht und Unrecht haben. Ich bin nicht schuld. Ich gehöre zur Gruppe. Ich grenze mich von Anderen ab. Ich erfahre Anerkennung, da ich selbst „besser“ bin.

Einer meiner Werte oder Bedürfnisse wird nicht erfüllt.  „Die kommt immer zu spät“ bedeutet, das man mehr Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit braucht.

Was kann ich tun, wenn verurteilt wird?

Meine eigene Beobachtung schildern und bei Fakten bleiben (Zeitpunkt, Ort, Zitat, wer war involviert und was ist genau passiert). Das Problem wird dadurch für den Anderen nachvollziehbarer und man stellt sicher, dass man vom Gleichen redet (gemeinsamer Ausgangspunkt im Gespräch)

Den Fall aus meiner eigenen Perspektive schildern. Wie geht es mir mit der Aussage und was ist mir wichtig.

Was kann ich tun, wenn ich häufig verurteile?

Zunächst: Herzlichen Glückwunsch. Du bist achtsamer geworden und hast es erkannt. Jetzt geht es darum die Ursachen zu erforschen und herausfinden welche Werte verletzt werden bzw. was Dir wichtig ist.

Was ist der Unterschied zwischen Beurteilen und Verurteilen?

Beurteilen ist ein notwendiges Werturteil im Gegensatz zu einem moralischen Urteil. Es erfordert längeres Nachdenken und die Abwägung von Fakten. Die Umgebung oder Körpersprache wird unbewusst erfasst um die Situation oder Person sowie die nächsten Schritte einschätzen zu können Es handelt sich dabei nicht um Interpretationen oder eine reine Bewertung oder Einordnung in sein Wertesystem. Die Fähigkeit zu Beurteilen ist wichtig, um Entscheidungen schnell treffen zu können.

Warum ist es so wichtig nicht zu Verurteilen?

Andere oder sich selbst zu verurteilen verschliesst den Geist und die Seele, das Herz. Damit verschliesse ich mich und Grenze den anderen aus. Auch wenn es für den Moment der einfachere Weg zu sein scheint, wird es zu Konflikten führen. Man gibt dem anderen keine Chance seine Stärken zu entdecken oder sie zu leben. Es führt zu keiner Veränderung oder gar Verbesserung.

Wie verwandle ich meine Verurteilungen?

Nachdem ich die Ursachen erforscht habe, finde ich heraus, was mir wichtig ist. Du kannst selbst versuchen folgende Sätze zu ergänzen:

Wer ist ein guter Gespächspartner?

Was macht einen guten Gespächspartner aus?

  • Kann sich mitteilen  – ohne zu verletzten
  • Versteht den Anderen – ohne unbedingt gleicher Meinung zu sein
  • Vertritt seine eigenen Ansichten – ohne Recht haben zu wollen und bleibt offen seine Ansichten zu ändern
  • Kann irritierendes Verhalten ansprechen – und der andere versteht
  • Kann Kritik, Vorwürfe, Angriffe hören – ohne es persönlich zu nehmen
  • Erzielt konkrete Eigungen – ohne nur Forderungen zu stellen

Quiz Streit/Konflikt

Buchtipp Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation – eine Sprache des Lebens von Marshall B. Rosenberg

Es hat meine Sprache verändert, da es meine Gedanken änderte. Ich erhielt diese Empfehlung während eines Gesprächs mit einer Bekannten. Trotz des „gewaltigen“ Titels hat es mich sofort angesprochen. Ich benutze immer wieder die 4 Schritten, die „simple but not easy“ sind. Die Buchausgabe, die ich 2008 lass, empfand ich stellenweise als sehr amerikanisch. Neuere Ausgaben adressieren dies gegebenenfalls besser – siehe Buchlink unten. Das Entscheidende für mich ist jedoch, dass die Kernaussagen Allgemeingültigkeit besitzen. Sie öffneten mir die Augen. Die simplen vier Schritte sind: wertfreies Beobachten, Gefühle bei sich wahrnehmen und ausdrücken, und mit eignen oder fremden Gefühlen emphatisch umzugehen, Werte und Bedürfnisse erkennen und ausdrücken, um etwas Bitten. In diesem Buch wird auch klar, warum diese vier Schritte so schwierig sein können. (mehr …)

Buchtipp Selbsterkenntnis

Die Weisheiten des Eneagramms von Don Richard Riso und Russ Hudson.

Sich und andere besser verstehen können. Dieses Buch war eine Entdeckung. Voll mit Erkenntnissen die helfen etwas wirklich verändern zu können. Das Enneagramm ist ein System, dass ein besseres Selbstverständnis und umfassendere Menschenkenntnis ermöglicht. Es arbeitet mit 9 Persönlichkeitstypen, zeigt deren Stärken sowie Entwicklungsmöglichkeiten und den Beziehungen zueinander auf. (mehr …)

Quiz Wohnen

Der Haus- oder Wohnungsstil hat einen Einfluss auf die Bewohner, wie die Kleidung, die man trägt.

Was ist Lästern?

Keiner tut es offiziell und doch gibt es diese Respektlosigkeit. Man hat Freude daran, da es Gemeinsamkeit in einer Gruppe schafft. Ich habe folgende Definition anzubieten:

Verurteilendes Sprechen über eine abwesende Person. Die Gedanken und Worte sind nicht wohlwollend und die Würde der abwesende Person ist verletzt.

Überprüfung: Würde ich das Gleiche sagen, wenn die Person anwesend wäre? Spreche ich über eine abwesende Person um Rat oder eine Lösung zu bekommen (wohlwollend)?

Mögliche Ursachen:

  • Gemeinsamkeit schaffen/gemeinsam klagen oder lachen
  • Unachtsamkeit – nicht merken, dass die Würde verletzt wird
  • Hilflosigkeit – wie spreche ich es an damit sich etwas ändert
  • Selbstbestätigung und Selbstbestärkung oder -erhöhung, sich mächtig fühlen
  • Eigene Unzufriedenheit verdecken
  • Neid und Eifersucht als Resultat des Vergleichens

Die Auswirkungen von Lästern

Misstrauen auf allen Beziehungsebenen (was sagt die Person über mich, wenn ich abwesend bin?). Ausgrenzung. Zeit und Energieverschwendung, da sich nix ändert.

Photo von LoboStudio Hamburg auf Unsplash

photo by LoboStudio Hamburg on unsplash

Wie kann man Lästern begegnen, wenn man es beobachtet?

  • Nicht beteiligen und anbieten die Person dazu zu holen
  • Fragen was den Lästerer stört und was er genau beobachtet hat
  • Fragen was dem Lästerer wichtig ist und warum
  • Lösungsansätze vorschlagen
  • Erklären, dass es einem unangenehm ist und warum
  • Nach genauen Fakten fragen

Wie damit als Betroffener umgehen?

  • Fragen was ist, wenn Andere zusammenstehen und plötzlich verstummen, wenn man dazukommt
  • Die Person unter 4 Augen ansprechen, wenn man davon erfährt
  • Gelassen reagieren „..schön dass ich Gesprächsthema bin..“
  • Hilfe und Rat bei Anderen holen

Wie als Lästerer im nachhinein damit umgehen?

  • Überlegen warum man lästert, was man wirklich mitteilen oder ändern will
  • Ansprechen und ggfls sich entschuldigen
  • Zukünftig so sprechen als wäre die Person anwesend
  • Die Verantwortung dafür übernehmen und das Lästern nicht grundstätzlich entschuldigen, z.B. Frauen lästern doch gerne und immer oder das ist doch nur Spass

Wann spreche ich die lästernde Person an? Wenn es mir unangenehm ist und ich mit der Person regelmäßig zusammentreffe. Wenn ich es besser verstehen und ändern möchte.

Wann spreche ich die betroffene Person an? Wenn ich bemerke, dass sich die Person immer mehr zurückzieht oder mich dieser Konflikt belastet.

Sprechen in Konfliktsituationen

Damit sich etwas ändern kann, sollte man miteinander sprechen. Wie soll das gehen, wenn man ein Problem mit der anderen Person hat? Einfach aber nicht immer leicht. Einfach, wenn man verstanden hat wie es geht und üben konnte. Nicht leicht, weil aufkommende Emotionen dazu führen können zu schnell oder zu heftig  zu reagieren. Mit den 4 Schritten, die M. Rosenberg identifiziert hat, kann ein wertschätzender Dialog stattfinden. Man kann Einiges über sich und andere herausfinden, wenn man anfängt in Konfliktsitationen alle 4 Schritte zu nutzen. Die Essenz der 4 Schritte sind:

Fakten – bei den Fakten zu bleiben erfordert hohe Konzentration. Oft erwischt man sich dabei ein Gespräch mit einer Beurteilungen oder gar einer Verurteilung zu beginnen. Startet man mit genauen Fakten, kann man oft feststellen, dass die Wahrnehmung von Dingen sehr unterschiedlich sein kann. Um sich an die genauen Fakten noch erinnern zu können ist es wichtig etwas zeitnah anzusprechen. Wenn Du Dein Wissen testen willst, kannst Du es mit folgendem Quiz tun:Bewertung? Verurteilung? Fakten?

Wie geht es mir –  mit einer Handlung oder mit einer Person. Gefühle sind hier gefragt, keine Gedanken. Diese zu benennen schafft Verständnis, eine Lebendigkeit und möglicherweise eine tiefere menschliche Verbindung. Dein Gesprächspartner kann eine Situation besser nachempfinden. Da nur Du Deine Gefühle spürst, kann sie Dir auch keiner streitig machen. Sind es jedoch Gedanken bzw Meinungen sieht das ganz anders aus. Siehe auch Der Geist und Gefühl.  Du kannst gerne Dein Wissen testen: Quiz-Gefühl oder Gedanke? Kommt es Dir noch seltsam vor Emotionen auszudrücken, kannst Du auch direkt mit dem nächsten Punkt weitermachen.

Was mir wichtig ist – es geht um Werte, die Dir sehr wichtig sind und die Dein Gegenüber wissen sollte, um zu Verstehen warum es zum Konflikt kam. Es geht zunächst nicht um konkrete Handlungen. Der Gesprächspartner kann dadurch auch überprüfen, ob sich die Werte mit seinen Eigenen decken.

Einigung – Ein wichtiger Schritt damit sich etwas ändern kann. Ich erreiche Sie in dem ich eine Bitte an die andere Person richte. Die Bitte sollte eine konkrete Handlung beinhalten,  die leicht nachprüfbar ist. Formuliere sie positiv, also was Du von der Person wünscht. Wichtig ist, dass es sich nicht nur um eine Forderung handelt, sonder eine wirkliche Bitte mit einer Wahlmöglichkeit für den Anderen. Rechne daher mit der Möglichkeit ein „Nein“ zu erhalten. Wie Du damit umgehen kannst? Mit Eigen- oder Fremd-Empathie – indem man dem Anderen oder sich selbst die Hände reicht.

 

Wenn Gespräche scheitern

Gespräche scheitern, wenn man nicht klar und wohlwollend miteinander spricht. Man streitet ohne dass sich etwas ändern kann. Zu den 4 Punkten wie man klar und damit erfolgreich spricht (siehe oben)  gibt es weitere 4 Punkte, warum eine Person mit Gegenangriff bzw. einem „Nein“ oder mit Rückzug reagiert. Erkennst Du sie bei Dir oder beim Anderen, kannst Du empathisch darauf reagieren und herausfinden was Dir oder der anderen Person wirklich wichtig ist.

Willst Du Dein Wissen testen, kannst Du folgendes Quiz machen Warum streiten wir immer

Die Wirkung des Gesagten ist oft nicht die Absicht. Ausnahme: Ich will verletzten. Die Absicht dahinter zu erkennen ist hilfreich, um verständnisvoll und offen darauf reagieren zu können. Die 4 Beispiele sollen helfen was damit gemeint ist.

Beispiel 1

Verurteilung durch Kritik/Vorwurf: „Die Kalkulation ist falsch und kann nicht funktionieren. Das hätte ich gerade von Ihnen anders erwartet.“ Reaktion: Frustration, Ärger, Widerstand „..jetzt mache ich nur noch Dienst nach Vorschrift, der wird schon sehen was er davon  hat..“ Mögliche Absicht: Der Chef braucht mehr Genauigkeit und nicht nur Schnelligkeit.  Es spart z.B. Zeit, wenn zukünftig das Ergebnis nochmals genauer nachprüft wird, bevor er es an Ihn geschickt wird.

Beispiel 2

Vergleich: „Du wirst immer mehr wie Deine Muttern. Nichts kann man Dir Recht machen“. Wirkung: Ärger, Unverständnis „..ich bin nicht wie meine Mutter oder mein Vater.“ Mögliche Absicht: Der Person ist es wichtig mehr Anerkennung für das zu bekommen was sie bereits gemacht bzw. erreicht hat.

Beispiel 3

Verantwortung abgeben/leugnen: „Es liegt nur an Dir, wenn wir Schwierigkeiten haben. Ich komm ja nie zu Wort!“ Wirkung: Ärger, Resignation, Frustration „..Es liegt nicht an mir, es liegt an Dir. Du bist so stur und sagst nie etwas, dann muss ich eben etwas sagen .“ Mögliche Absicht: Die Person möchte, dass man Ihr zuhört ohne unterbrochen zu werden.

Beispiel 4

Forderungen stellen: „Solange Du Deine Füsse unter meinen Tisch streckst, hast Du die Regeln zu akzeptieren. Wenn Du nicht um 19 Uhr zu Hause bist, kassiere ich für einen Tag Dein Handy ein“. Wirkung: Widerstand „..ist mir doch egal, dann mach doch…“ Mögliche Absicht: Man möchte, dass die  Tochter für die Prüfung morgen in der Schule gut vorbereitet und ausgeschlafen ist.

 

Klug gesagt – Menschenkenntnis

„Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe“ (Werner Götz)

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann Ihm nur helfen es in sich zu entdecken.“(Galileo Galilei)

„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich“ (Konfuzius)

„Woher soll ich wissen was ich denke bevor ich gehört habe was ich sage“ (Unbekannt)

„Sprechenden Menschen kann geholfen werden“ (Unbekannt)

„Was wir Menschen nicht zu beurteilen vermögen, verurteilen wir umso beredter..“ (Gerd W. Heyse)

„Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktionen zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.“ (Viktor E. Frankl)

„Wenn wir nicht mehr in der Lage sind die Situation zu ändern, sind wir gefordert, uns selbst zu ändern.“ (Viktor E. Frankl)