Love Your Living

background

Erforschen (Achtsamkeit)

Achtsamkeit durch Körperarbeit

Ich war zu einer Wochenend-Verantstaltung der besonderen Art in Berlin eingeladen. Ein Werkstatt-Tag der Heinrich Jacoby Elsa Gindler Stiftung. Es hat mir einen Eindruck davon verschafft, welche Möglichkeiten es gibt, über den Körper achtsamer zu werden. Es begann mit der Wahrnehmung des Körpers und seiner Bewegungen im Raum. Probiert man länger, kann sich eine tiefer greifende Wirkungen entfalten.

Mein Verständnis:

  • Vermeide Deine gedankliche Vorstellungskraft, sondern spüre.
  • Vergesse was Du über Bewegung gelernt hast, sondern spüre.
  • Es braucht keine Theorien, sonder probiere,spüre und lerne.

Das Ergebnis:

  • Erfrischt sein durch mein tägliches Tun statt zu Ermüden.
  • Erlangen von mehr Wohlbefinden und Gesundheit.
  • Entstehen von harmonischeren Verbindungen zu Anderen aber auch zu sich selbst.

Ein Beispiel des Probierens ist das bewusste Liegen: Wie liege ich, wo am Körper spüre ich den Boden. Liege ich ganz auf dem Boden, oder gibt es Hohlräume? Wenn ich mich bewege, was passiert da genau? Wo ist es schwieriger, wo fühlt es sich leichter an, ist es vielleicht irgendwo im Körper enger geworden? Kann ich den Boden nutzen? Stützt bzw. trägt er mich? Lasse ich es zu?

photo by Nathan Fertig on unsplash

Es gibt Gruppen, die sich regelmässig und schon seit Jahren treffen und anhand eine Aufgabenstellung (Übung) gemeinsam – aber doch jeder für sich – herausfinden und „probieren“. Mein Freund sagt immer wieder, dass es sich dabei um keine Methode oder Technik handelt, die man lehren kann.

Ich habe es zunächt nicht verstanden, warum es keine Methode sein soll. Vielleicht, weil man probieren sollte, jeder  anders empfindet und hauptsächlich vergessen sollte. Vergessen wie man z.B. steht, geht oder liegt. Und Vergessen ist nicht wirklich eine Methode, oder? Einige Aufgaben, die wir gemeinsam machten, mache ich immernoch. Wenn ich meine Gedanken nicht beruhigen kann, lege ich mich auf den Boden und spüre wie ich liege, wie es geht, wenn ich einen Finger ganz langsam versuche zu heben, wie es geht den Arm zu heben. Kleinste Bewegungen, Milimeterarbeit.

Für meinen Freund war dieses Tun lebensverändernd und wurde zu einem wichtigen Bestandteil seines Lebens. Es war für ihn ein hilfreicher Wendepunkt. Ich verstehe das sehr gut.

Deine Nachricht